Fahrradkorso Klimaaktivisten demonstrieren in Leipzig gegen Flughafen-Ausbau

Beim zwölftägigen Klimacamp Leipziger Land versammeln sich seit vergangener Woche Klimaaktivistinnen und -aktivisten, die sich in diesem Jahr schwerpunktmäßig mit dem Flughafenausbau beschäftigen. Am Sonnabend hatten sie zu einer Fahrrad-Demo aufgerufen, die zum DHL-Hub und zurm Flughafen führte.

Demonstranten in Leipzig
Die Demonstration stand unter dem Titel "Umbau statt Ausbau – LEJ zum sicheren Hafen". Bildrechte: MDR/Roland Kühnke

Mit einer Fahrraddemonstration haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Klimacamps Leipziger Land für eine Mobilitätswende und gegen den Ausbau des Flughafens Halle/Leipzig demonstriert. Rund 100 Menschen starteten am Sonnabend mit ihren Rädern am ersten Kundgebungsort, dem Wilhelm-Leuschner-Platz in der Leipziger Innenstadt.

Die Route führte die Klimaschützer durch Leipzig bis zum Flughafen, wo am Nachmittag die Abschlusskundgebung stattfand. Mit der Demo wandten sich die Aktivisten einerseits gegen den Ausbau des Flughafens Halle/Leipzig. Sie hatten etwa Transparente bei sich, auf denen zu lesen war: "Noch mehr Lärm, Dreck, Klimagase? Nein zum Ausbau des Frachtflughafens LEJ". Ein weiterer Kritikpunkt des Klimacamps ist, dass von dem Airport aus immer wieder Abschiebungen durchgeführt werden.

Dass die Fluchtursachen dieser Menschen im engen Zusammenhang mit der menschengemachten Klimakrise stehen, wird aus unserer Sicht zu wenig reflektiert. Flucht ist Teil der ethischen, politischen und ökologischen Folgen der Klimakrise.

Maja Schmidt Klimacamp Leipziger Land

Bildergalerie Fahrrad-Protest rollt zum Flughafen Leipzig

Im Rahmen des Klimacamps Leipziger Land machten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Sonnabend auf den Weg zum Flughafen. Dabei ging es aber nicht nur um das Thema Lärm- und Umweltschutz.

Demonstranten in Leipzig
Der Fahrradkorso startete in der Leipziger Innenstadt. Bildrechte: MDR/Roland Kühnke
Demonstranten in Leipzig
Der Fahrradkorso startete in der Leipziger Innenstadt. Bildrechte: MDR/Roland Kühnke
Demonstranten in Leipzig
Kritik übten die Demonstranten nicht nur am Ausbau des Leipziger Flughafens, sondern auch an den Abschiebungen, die hier immer wieder stattfinden. Bildrechte: MDR/Roland Kühnke
Demonstranten in Leipzig
Am Nachmittag kamen die Klimaschützer auf dem Flughafen an. Bildrechte: MDR/Roland Kühnke
Demonstranten in Leipzig
Das Gelände wurde von der Polizei bewacht. Bildrechte: MDR/Roland Kühnke
Polizisten stehen am Standort des Logistikers DHL am Flughafen Leipzig-Halle
Es war ein Großaufgebot im Einsatz. Bildrechte: dpa
Berittene Polizei steht am Flughafen Leipzig-Halle
Auch die Reiterstaffel war vor Ort. Bildrechte: dpa
Demonstranten in Leipzig
Die Demonstrierenden forderten keinen weiteren Ausbau des Airports, der auch Fracht-Drehkreuz ist. Bildrechte: MDR/Roland Kühnke
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Großes Polizeiaufgebot - Unverständnis bei Klimaschützern

Die Demonstration war von massiver Polizeipräsenz begleitet. Neben den Leipziger Kräften waren Beamte der sächsischen Bereitschaftspolizei, der Bundesbereitschaftspolizei sowie aus Hessen und Nordrhein-Westfalen hinzugezogen worden. Die Polizei begründete das im Gespräch mit MDR SACHSEN mit Tagebaubesetzungen in der Vergangenheit sowie der Blockade der DHL-Zufahrt Anfang Juli. Aus Sicht der Organisatoren war das Polizeiaufgebot völlig überzogen. "Wir haben hier einen friedlichen Protest angemeldet", sagte Pressesprecherin Anna-Lisa Peters MDR SACHSEN. "Wir sind eine ordentliche Fahrradtruppe, wollen lediglich auf Themen aufmerksam machen, die uns bewegen."

Quelle: MDR/dk/rk/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | SACHSENSPIEGEL | 04. September 2021 | 19:00 Uhr

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