Ermittlungen Unbekannte attackieren Bank und Geschäfte in Leipzig

Vermummte laufen mit einem Transparent durch eine Straße
Mit einem Banner und Pyrotechnik zogen bis zu 100 Menschen durch den Osten Leipzigs. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die Polizei in Leipzig hat nach einer Spontandemonstration Ermittlungen wegen Landfriedensbruchs aufgenommen. Nach Angaben der Behörde hatte sich am späten Sonnabend eine Gruppe von bis zu 100 Menschen im Lieselotte-Herrmann-Park im Stadtteil Anger-Crottendorf versammelt. Die teils vermummten Personen seien stadteinwärts gelaufen. Dabei sei Pyrotechnik abgebrannt und ein Geldinstitut in der Ungerstraße mit Steinen und schwarzer Farbe beworfen worden. Mehrere Scheiben gingen zu Bruch, die Hausfassade und einige Fahrzeuge in der Nähe wurden beschädigt. Später seien auch zwei weitere Geschäfte attackiert worden.

Tiefe 3

Die Demonstrierenden führten Angaben eines Reporters zufolge ein Banner mit sich. "Tiefe 3" war unter anderem darauf zu lesen. Der Schriftzug steht für die Tiefe Straße 3 im Leipziger Osten. Das Haus war am 11. Juni besetzt und kurze Zeit später von der Polizei geräumt worden. Die Besetzer hatten eigenen Angaben zufolge auf die Missstände in der Wohnungspolitik aufmerksam machen wollen.

Drei Tatverdächtige festgesetzt

Nach Angaben der Polizei flüchteten im Anschluss mehrere Personen in Richtung Lene-Voigt-Park. Drei Tatverdächtige im Alter zwischen 18 und 25 wurden gestellt, sind aber inzwischen wieder aus dem Gewahrsam entlassen worden. Die Höhe des Sachschadens ist derzeit noch unklar. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs aufgenommen. Da die Beamten von einer politisch motivierten Straftat ausgehen, hat der Staatsschutz die weiteren Ermittlungen übernommen.

Quelle: MDR/kp

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalreport | 21. Juni 2021 | 05:30 Uhr

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