Absage Leipzig verbietet linke Demonstrationen am Sonnabend

Weil die Polizei Ausschreitungen und Gewalttaten befürchtet, hat die Stadt Leipzig drei für Sonnabend angekündigte Demonstration verboten. Unter den Motto "Alle zusammen - autonom, widerständig, unversöhnlich!" wollen Teilnehmer aus dem linken und linksextremistischen Spektrum in einer Art Sternmarsch zu einer Abschlusskundgebung nach Connewitz laufen.

Ein großes A im Kreis, gemalt auf eine Wand.
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Die Stadt Leipzig hat drei für Sonnabend angekündigten Demonstrationen verboten. Wie die Stadt mitteilte, lässt die Gefahrenprognose der Polizei sowie die Lageeinschätzungen des Landesamts für Verfassungsschutz und Recherchen der Versammlungsbehörde das geplante Versammlungsgeschehen nicht zu. Die Polizei habe "keine geeigneten polizeilichen Maßnahmen oder Mittel, die zu erwartenden Tathandlungen unterbinden zu können", hieß es.

Sternmarsch und Abschlusskundgebung waren geplant

Für die Veranstaltungen war zuvor im Internet unter dem Motto "Alle zusammen - autonom, widerständig, unversöhnlich!" mobilisiert worden war. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung berichtet. Geplant war, dass drei Versammlungen von unterschiedlichen Punkten in der Stadt starten und mit einer Kundgebung am Abend in Connewitz enden sollten. Das wurde jetzt von der Versammlungsbehörde verboten.

Polizei rechnet mit Tausenden Teilnehmern

Am Montag hatte die Polizei einen Großeinsatz mit Beamten der Bereitschaftspolizei und aus mehreren Bundesländern angekündigt. Es sei mit einer Teilnehmerzahl im vierstelligen Bereich zu rechnen, teilte die Polizei mit. Sie ordnete die Demos dem "linken beziehungsweise linksextremistischen Spektrum" zu.

Zuletzt war im September in Leipzig eine Demonstration mit mehreren tausend Teilnehmern nicht friedlich geblieben. Aus dem Aufzug flogen unter anderem Steine gegen mehrere Bankgebäude, später wurden im Stadtteil Connewitz eine große Barrikade und ein kleineres Feuer auf der Straße entzündet. Laut Polizei wurden sieben Beamte bei dem Einsatz leicht verletzt. Die Demonstration war später Thema im Innenausschuss des Landtages.

Quelle: MDR/ms/dpa

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