Open Air Festival "Leipzig zeigt Courage" wirbt für friedliches Miteinander

Mit dem Festival "Leipzig zeigt Courage" wollen Künstler am 30. Juli auf der Open-Air-Bühne der Moritzbastei ein Zeichen für Demokratie, Weltoffenheit, Courage und Vielfalt setzen. Das Festival findet bereits zum 24. Mal statt. Mit ihren politischen Statements und ihrer Musik wollen die Veranstalter für Offenheit, Begegnung und ein friedliches und solidarisches Miteinander werben. Auch dieses Jahr gibt es den Nachwuchs-Wettbewerb. Die Gewinnerband steht dann beim Courage-Konzert auf der Bühne.

Courage Festival
Bis zu 2.000 Leipziger setzen sich alljährlich für ein friedliches Miteinander ein. Im letzten Jahr fand das Festival im September auf der Moritzbastei statt. Auch in diesem Jahr fällt der Rahmen kleiner aus. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Das Musikfestival "Leipzig zeigt Courage" will am 30. Juli ein Zeichen für Demokratie und Weltoffenheit setzen. Eingeladen seien Künstler, die mit ihren politischen Statements und ihrer Musik für ein friedliches und solidarisches Miteinander werben, teilte die Stadtverwaltung mit.

Breites Bündnis

Die Leipziger Bürgermeisterin für Jugend, Schule und Demokratie, Vicki Felthaus (Grüne), und Festivalinitiator und "Die Prinzen"-Frontmann Sebastian Krumbiegel wollen das detaillierte Programm am Freitag vorstellen. Veranstalter ist das soziokulturelle Zentrum Anker e.V. Leipzig.

Die Pandemie hat uns allen einmal mehr gezeigt, dass eine Gesellschaft immer wieder vor ungeahnte Herausforderungen gestellt wird und eine Demokratie viel aushalten muss.

Festivalveranstalter "Leipzig zeigt Courage"

Courage Festival
Nach den ersten Jahren am Völkerschlachtdenkmal fand das Festival 2017 auf dem Leipziger Marktplatz statt. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

"Nicht nur Protest gegen Rechts"

Umso wichtiger sei es, ein gemeinsames musikalisches Zeichen für eine offene und vielfältige Gesellschaft zu setzen. "Courage zeigen ist nicht nur der Protest gegen Rechts, es heißt auch, Verschwörungstheorien, Gewalt und Hass die Rote Karte zu zeigen", teilten die Veranstalter mit.

Geschichte seit 1999

Das Festival entstand vor mehr als 20 Jahren als Antwort auf regelmäßige Neonazi-Aufmärsche in Leipzig. Es wird ehrenamtlich organisiert und von vielen Unterstützerinnen und Unterstützern getragen. Eigentlich findet es immer am 30. April statt. Durch die Corona-Pandemie musste es in diesem Jahr verschoben werden.

Quelle: MDR/epd/lt

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