24/7 Weltrekord in Leipzig: DJs streamen sieben Tage durch

Phillip Imming steht am Mischpult mit einem DJ-Kollegen. In seiner Hand hat er einen selbstgebauten Falmmenwerfer, aus dem Flammen kommen.
Sieben Tage ununterbrochen Live-Musik: Dj Housekasper und 15 weitere Kollegen haben es möglich gemacht. Bildrechte: Marvin Schönfelder

In Leipzig ist am Sonntag um 18 Uhr ein besonderer Weltrekord geknackt worden. Philipp Immig alias DJ "Housekasper" hatte unter dem Titel "24/7" zusammen mit seinen Kollegen den längsten Livestream der Welt organisiert. Sieben Tage und insgesamt über 170 Stunden hat die Crew durchgehend an den Turntabels performt.

"Allmählich geht es an die Substanz", erklärt Immig am Sonntag rund zwei Stunden vor der Rekordmarke. Auf die Idee kam der DJ und Inhaber einer Eventagentur aus Leipzig, als er von einem 168-Stunden-Rekord aus Baden-Württemberg hörte. Um das zu toppen, tat er sich mit 15 anderen DJs zusammen, meldete den Versuch offiziell an und am 25. April ging das Live-Event über die Bildschirme und Screens der Community.

Streamen für den guten Zweck

Um der Aktion neben dem Musikgenuss noch eine weitere nützliche Komponente hinzuzufügen, konnten die Zuschauenden während der Streams für einen guten Zweck spenden. "Die Resonanz war überwältigend", freute sich Immig. Zwei Stunden vor dem offiziellen Ende waren bereits rund 11.000 Euro in der Spendenkasse. Der Erlös wird Immig zufolge dem Leipziger Tierheim und dem Verein Wolfsträne, welcher sich für Trauerbegleitung für Kinder einsetzt, zugute kommen.

Philipp Immig zusammen mit dem Prüfer von der Rekordbehörde, der ihm eine Urkunde übergibt.
Philipp Immig mit der Urkunde, die den Weltrekord bestätigt. Dieser wurde vom Rekord-Institut ausgestellt. Bildrechte: Marvin Schönfelder

"Es gibt immer eine Lösung"

"Wir wollten mit dem Stream auch zeigen, dass es immer Lösungen gibt", betont Immig mit Blick auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Veranstaltungsbranche. Die DJs und die Community hätten gezeigt, was gemeinsam möglich ist. Diese Motivation wolle er auch allen weitervermitteln, die gerade nach einer Perspektive suchen.

"Ich bin eher der Live-Mensch"

Mit Blick auf den Sommer wünscht sich Immig das Livegeschäft schnellstmöglich zurück, ist aber skeptisch, ob es so schnell gehen wird. Einige Termine im Sommer seien bereits jetzt abgesagt worden. "Vielleicht können wir im Oktober wieder zusammen mit den Menschen feiern. Die Streams sind eine gute Überbrückung, aber ich bin eher der Live-Mensch."

Quelle: MDR/mar

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