Freigabe in Sicht Markkleeberger und Störmthaler See sollen bald öffnen

Die Freigabe des Markkleeberger und Störmthaler Sees rückt näher. Der Bergbausanierer LMBV rechnet nach eigenen Angaben im Juni mit einer Öffnung. Die Seen südlich von Leipzig sind seit März gesperrt, weil am Verbindungskanal und der Schleuse Risse entdeckt worden waren. Die Gewässer werden nun aufwendig voneinander abgeschottet, um zu verhindern dass Wasser aus dem Störmthaler See in den Markkleeberger gelangt und damit Überschwemmungen im Umland ausgelöst werden.

Sicherungsarbeiten
Die Spundewände trennen die einst durch einen Kanal und eine Schleuse verbundenen Seen. Bildrechte: LMBV/Uwe Steinhuber

Die Schutzbarriere zum Markkleeberger See ist in dieser Woche fertig geworden. Das heißt, die drei Spundwandachsen am unteren neuen Abriegelungsbauwerk stehen. Nun werden noch weitere Spundwände in die Erde getrieben, um überschüssiges Wasser abzuleiten, wie der Bergbausanierer LMBV mitteilte. Am oberen Querbauwerk, das an den Störmthaler See direkt grenzt, sind diese Arbeiten schon abgeschlossen. Allerdings werden dort derzeit noch Dämm- und Tonschichten zur zusätzlichen Verdichtung eingebracht, weil der Böschungsbereich abgesackt war. Zudem sollen sie verhindern, dass die Spundenwände umspült werden. Diese Arbeiten stehen auch noch am unteren der beiden Querbauwerke an.

Sicherungsarbeiten
Ein Kran setzt sichernde Spundwände in die Erde. Bildrechte: LMBV/Uwe Steinhuber

Ein Funken Hoffnung

Für die Anrainer und Tourismusbetriebe ist die Ankündigung der LMBV zumindest eine Aussicht, denn noch vor einer Woche hatte es geheißen, dass die Seen auf unbestimmte Zeit gesperrt bleiben. Die Stadt Markkleeberg hat unterdessen den Saisonstart im Kanupark noch einmal verschoben. Nun soll es am 2. Juli losgehen, wie dessen Leiter, Christoph Kirsten, MDR SACHSEN mitteilte. Mit der Entscheidung folge man einer Empfehlung der Unteren Wasserbehörde des Landkreises Leipzig, den Freizeitsport nicht vor der Freigabe des Markkleeberger Sees zu starten.

Auf den Leistungssport habe die aktuelle Nutzungsuntersagung des Markkleeberger Sees jedoch weiterhin keinen Einfluss, teilte der Kanupark mit. So absolvieren die Slalom-Kanuten ihr Training im Kanupark und auch der ICF Kanu-Slalom Weltcup soll wie geplant vom 18. bis 20. Juni 2021 in Markkleeberg stattfinden.

Landratsamt hat das letzte Wort

Der Bergbausanierer LMBV baut seit Ende März zur Sicherung der Kanuparkschleuse sogenannte Querbauwerke oberhalb und unterhalb der Schleuse in den Kanal ein. Diese unterbrechen den Wasserfluss zwischen beiden Seen und sollen verhindern, dass sich das Wasser des vier Meter höher liegenden Störmthaler Sees in den Markkleeberger See ergießt. Sie riegeln quasi die Seen voneinander ab.
Nach einer technischen Überprüfung der neuen Anlage hofft die LMBV, eine Empfehlung für die Freigabe der Seen Ende Juni aussprechen zu können. Die endgültige Entscheidung liegt dann beim Landkreis Leipzig.

Quelle: MDR/gg

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Leipzig | 21. Mai 2021 | 13:30 Uhr

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