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Vermummte sind am Montagabend durch Leipzig gezogen. Bildrechte: news5

PolizeiLinke randalieren in Leipzig - Moscheefenster eingeworfen

von MDR SACHSEN

Stand: 14. Dezember 2021, 12:36 Uhr

In Leipzig hat es am Montag Krawalle gegeben. Vermummte zogen durch die Straßen und randalierten.

In Leipzig ist es am Montagabend rund um die Eisenbahnstraße zu Ausschreitungen gekommen. Nach Polizeiangaben wurden mehrere Fensterscheiben einer Moschee zerstört, fünf Autos beschädigt und Mülltonnen angezündet. Ein Polizeifahrzeug wurde zudem mit Steinen und Farbbeuteln beworfen. Etwa 80 vermummte Personen waren unterwegs.

Aufzug von radikalen Linken

Nach Einschätzungen von Reportern vor Ort handelte es sich um einen Aufzug von radikalen Linken, die am 13.12., dem sogenannten ACAB Day, gegen die Polizei und ihre Verfehlungen demonstrierten. Die Abkürzung steht für die Beleidigung: All Cops are Bastards - Alle Polizisten sind Bastarde.

Moschee der DITIB angegriffen

Bei der Moschee in der Hermann-Liebmann-Straße handelt es sich um einen Gebetsort der Organisation DITIB. Es ist nicht der erste Angriff auf die Moschee - mehrfach wurde dort die Fassade beschmiert. Beobachter vermuten, die Zugehörigkeit zum türkischstämmigen Moscheeverband DITIB könnte Motivation für die Gewalt gewesen sein. In Teilen der linken Szene gilt er als "verlängerter Arm" der Regierung Erdogan.

Die Polizei hat am Abend mehrere Personen festgenommen und auf dem Revier deren Personalien festgestellt. Anschließend wurden sie auf freien Fuß gesetzt. Der am Abend entstandene Sachschaden wird auf rund 30.000 Euro geschätzt.

Quelle: MDR(ma)/dpa

Dieses Thema im Programm:MDR SACHSEN | Nachrichten | 14. Dezember 2021 | 06:00 Uhr