Bundestagswahl Rekord bei Briefwahl für Sachsen erwartet

Rund 3,3 Millionen wahlberechtigte Bürgerinnen und Bürger in Sachsen hatten in den vergangenen Wochen ihre Benachrichtigungen für die Bundestagswahl erhalten. Viele entscheiden sich für eine Briefwahl, statt am Wahlsonntag in ihr Wahllokal vor Ort zu gehen.

Ein Muster von einem Stimmzettelumschlag für die Briefwahl bei der Bundestagswahl 2021 liegt auf einem Tisch.
Viele Bürger und Bügerinnen in Sachsen entscheiden sich für die Briefwahl. Bildrechte: dpa

In Sachsen zeichnet sich zur Bundestagswahl am 26. September ein Rekord bei der Briefwahl ab. Allein in Dresden und Leipzig gingen gut zwei Wochen vor der Wahl jeweils mehr als 100.000 Anträge auf Briefwahl ein. Das ist eine deutliche Steigerung zu vergangenen Wahlen.

In Leipzig will ein Viertel per Brief wählen

Wie die Stadt Leipzig mitteilte, wurden bisher für 101.100 der rund 460.000 Wahlberechtigten Briefwahlunterlagen ausgestellt. 27.782 Wahlbriefe sind bisher eingegangen. Zum Vergleich: 2017 waren es bis noch am Wahlabend 91.506 ausgestellte Wahlscheine und eine entsprechende Anzahl eingegangener Wahlbriefe gewesen.

In Chemnitz waren von 189.000 Wahlberechtigten rund zwei Wochen vor der Wahl 44.000 Anträge auf Briefwahl eingegangen. Etwa 13.000 Menschen hatten ihre ausgefüllten Unterlagen mit der Stimme bereits zurückgeschickt. Das sei eine deutliche Steigerung, 2017 waren es zum gleichen Zeitpunkt lediglich 7.000, betonte ein Stadtsprecher.

Ausweis und Wahlbenachrichtigung für Antrag nötig

Wer den Antrag auf Briefwahl persönlich im Wahlamt stellen will, muss den Personalausweis und die Wahlbenachrichtigung mitbringen. Auf Wunsch werden die Unterlagen dann unmittelbar ausgehändigt und die Briefwahl kann zumindest in den größeren Städten an Ort und Stelle vollzogen werden.

Die Briefwahl kann noch bis zum 24. September beantragt werden. Dabei muss aber sichergestellt werden, dass der Wahlbrief bis zum 26. September bei der Briefwahlstelle ankommt. Der Landeswahlleiter empfiehlt jedoch, die Unterlagen spätestens am 22. September bei der Post aufzugeben.

Corona-Pandemie verstärkt Trend zur Briefwahl

Der Anteil der Briefwähler wächst in Deutschland seit Jahren. In der Corona-Pandemie - mit Abstandsregeln und Kontaktbeschränkungen - hat sich der Trend noch einmal massiv verstärkt. Die eigentlichen Wahllokale öffnen am 26. September um 8 Uhr. Bis 18 Uhr kann die Stimme abgegeben werden.

Quelle: MDR/ma/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Nachrichten | 10. September 2021 | 10:00 Uhr

1 Kommentar

Pattel vor 12 Wochen

Briefwahl für mich notwendig.Wen ich wähle unwichtig hier.
Wahlbeteiligung liegt bei 100% von mir.
Nun sind die gewählten an der Reihe Politik für mich zu machen (dem Volk).

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