Klimaprotest Umweltaktivisten kleben sich auf Straße in Leipzig fest

Fossile Brennstoffe stehen immer wieder in der Kritik. Zahlreiche Klimaschutz-Gruppen verlangen einen zügigen Ausbau erneuerbarer Energien und stärkeren Kampf gegen die Klimawandel-Folgen. Die Gruppe "Letzte Generation" hat ihre Forderungen in Leipzig mit einer Sitzblockade am Montag bekräftigt.

Sitzblockade Leipzig "Letzte Generation"
Umweltaktivisten haben am Montag mit einer Sitzblockade die Jahnallee in Leipzig blockiert. Bildrechte: Lausitznews

Am Montagmorgen haben Umweltaktivisten mit einer Sitzblockade auf der Jahnallee in Leipzig einen Stau verursacht. Wie die Polizei mitteilte, hatten sechs Personen die Fahrbahn am Waldplatz blockiert. Zwei von ihnen hatten sich mit Sekundenkleber an der Fahrbahn festgeklebt, sagte Polizeisprecher Olaf Hoppe MDR SACHSEN. Die Feuerwehr habe sie entfernen müssen.

Durch die Aktion musste der Verkehr zwischenzeitlich umgeleitet werden, so Hoppe weiter. Die Aktion habe zirka eineinhalb Stunden gedauert. Gegen die Beteiligten werde nun wegen des Verdachts der Nötigung ermittelt.

Protest gegen "fossile Infrastruktur"

Die Aktivisten sind Teil der Gruppe "Letzte Generation", die sich gegen die Aufrechterhaltung der "fossilen Infrastruktur" in Deutschland einsetzt. Mit der Aktion wollten sie nach eigenen Angaben darauf aufmerksam machen, dass nur noch wenig Zeit sei, um die Klimakatastrophe aufzuhalten. Neue Öl-Bohrungen in der Nordsee, die derzeit vom Ministerium für Wirtschaft und Klimaschutz geprüft würden, dürfe es nicht geben.

Klima-Aktivisten planen weitere Aktionen

Weitere Straßenblockaden gab es am Montag nach Angaben der Aktivisten auch in Heidelberg. In Stuttgart habe die Polizei einen Blockadeversuch verhindert. In Zukunft sollen es der Gruppe zufolge ähnliche Aktionen jeden Montag in ganz Deutschland geben.

MDR (mar)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 09. Mai 2022 | 11:30 Uhr

114 Kommentare

DER Beobachter vor 7 Wochen

Ihr Kommentar, Bernd, zwang mich mal, näher einzutauchen in social media le0905. Fazit: ein professionell gedrucktes Banner, so um ca. 20,- bis 40,-. Da sind die professionell gedruckten Winkelemente der gewohnten nachmittäglichen Quarkdenkerdemo deutlich teurer im Einzelnen und der Masse...

DER Beobachter vor 7 Wochen

Lieber Norbert NRW, warum so aufgeburschtelt? Vor der deutschen Einheit floss der Länderfinanzausgleich doch nahezu vollständig nach NRW, und selbst nach der Einheit immer noch ganz viel in den letzten Jahren. Und den Schuh "Ach so jeder der nicht ihrer Meinung ist, den ordnen Sie Rechts ein ?" müssen Sie sich nicht anziehen. Es sei denn, sie wählen rechts der demokratisch-bürgerlichen Mitte...

DER Beobachter vor 7 Wochen

Sich gegen die russische Aggression und Kriegsverbrechen gegen einen souveränen Staat und sein Volk anzukleben an der russischen Botschaft oder vor den sinnfrei russische Fahnen herumwedelnden Quarkdenkern hat schon was... Ach ja: es gibt Gründe, warum die vorm deutschen Volk in Verantwortung stehenden Politiker gerade versuchen, den Fehlern der Vergangenheit (nicht nur der älteren unabänderlichen der DDR-Hörigkeit, nein, auch gerade der jüngeren nach 1990) etwas auch gerade im Osten entgegenzusetzen (u.a. in Schwedt)... Dass "wir Ossies" gerade mehr gebeutelt und inflationsbetroffen sind als "die Wessis", ist durchaus nicht nur Folge der DDR-Abhängigkeit, sondern auch der frei gewählten Folgeabhängigkeit nach 1990...

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