Ukraine-Krieg Leipzig: Neun Millionen Sonderbudget für Flüchtlingshilfe

Tausende Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine sind in der vergangenen Woche in Leipzig angekommen. Um den Menschen besser helfen zu können, soll ein Sonderbudget durch den Stadtrat bewilligt werden. Auch ein Ankommenszentrum eröffnet im Neuen Rathaus.

Blick auf die Innenstadt von Leipzig mit dem Neuen Rathaus (M), der Probsteikirche (r) und dem City-Hochhaus (ehemals Uni-Riese).
Im Neuen Rathaus eröffnet am Mittwoch ein Ankommenszentrum für Geflüchtete aus der Ukraine. Bildrechte: dpa

Die Stadt Leipzig hat ein Sonderbudget von neun Millionen Euro für die Flüchtlingshilfe auf den Weg gebracht. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, soll so sichergestellt werden, dass Geflüchteten aus der Ukraine "schnell und unbürokratisch" geholfen werden kann. Der Stadtrat soll über die Eilvorlage am 15. März entscheiden.

Millionen für Unterbringung, Betreuungsangebote und Hilfsgüter

Für die Unterbringung der Geflüchteten sind der Stadtverwaltung zufolge 4,5 Millionen Euro eingeplant. Weitere drei Millionen Euro sollen genutzt werden, um Schutzausrüstung, Medikamente und andere Hilfsgüter zu beschaffen und in die Ukraine zu bringen. Jeweils 1,5 Millionen Euro seien zudem vorgesehen, um mehrsprachige Betreuungsangebote für die Flüchtlinge anzubieten sowie zivilgesellschaftliche Aktivitäten der Ukrainehilfe zu fördern.

Ab 9. März: Ankommenszentrum im Rathaus

Die Stadt Leipzig richtet zudem im Neuen Rathaus eigenen Angaben zufolge ein Ankommenszentrum ein. Ab 9. März soll es Betrieb genommen werden. Dort sollen ukrainische Flüchtlinge versorgt werden, die nicht in einer Erstaufnahme-Einrichtung aufgenommen werden können. Das Ankommenszentrum ist laut Stadtverwaltung von Montag bis Freitag in der Zeit zwischen 9 und 15 Uhr geöffnet.

Leipzig stellt sich auf weitere Kriegsflüchtlinge ein

Mehrere Tausend Menschen aus der Ukraine sind in der vergangenen Woche nach Leipzig gekommen. "Wir sehen uns konfrontiert mit der größten Fluchtbewegung, die wir in Europa seit Ende des Zweiten Weltkriegs erlebt haben", sagte Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD). Die Stadt stelle sich auf weitere Geflüchtete ein, denen in den nächsten Wochen Sicherheit und Unterkunft gewährt werden soll. "Wir erleben in Leipzig eine enorme Welle der Hilfsbereitschaft - ich danke allen von Herzen, die sich engagieren und denen das Schicksal der Menschen in der Ukraine nahegeht", sagte Jung.

MDR (mar)

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 08. März 2022 | 19:00 Uhr

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