Stadtrat Bauantrag für Grundschulerweiterung in Markranstädt in Sicht

Die Stadträte in Markranstädt haben am Donnerstag über den Anbau an der Grundschule in Großlehna abgestimmt, zwei Stadträte auf eignenen Wunsch entlassen und Weichen für einen barrierefreien Bahnhof gestellt.

Rathaus Markranstädt
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Grundschule Großlehna

Die Erweiterung der Nils-Holgersson-Grundschule in Großlehna geht voran. Die Markranstädter Stadträte haben beschlossen, für 608.000 Euro zwei Module mit einem Verbindungsgang an das bestehende Gebäude anzubauen. Rund 380.000 Euro davon werden gefördert. Bauantrag soll noch im April gestellt werden. Mit dem Anbau wird Platz für zwei weitere Klassen geschaffen.
Die kleine Dorfschule war ursprünglich einzügig ausgerichtet und wird mit dem kommenden Schuljahr das dritte Mal in Folge zweizügig belegt. Ziel ist es laut Stadtverwaltung, die Räume zum Ende des Jahres fertigzustellen.

Gleichzeitig kommen nach Auskunft von Bauamtsleiter Sven Pleße die Arbeiten an der Grundschule in Markranstädt planmäßig voran. Auch diese Schule wird wegen der steigenden Schülerzahlen erweitert - bereits zum zweiten Mal innerhalb weniger Jahre.

Grundschulbezirke stehen erneut zur Debatte

Die hohen Schülerzahlen bewegen den Stadtrat auch immer wieder, die Schulbezirke neu zu gliedern, um die Kinder auf die drei Grundschulen der Stadt zu verteilen. Dies sorgt für Unmut unter den Eltern, da aktuell auch Schüler aus der Kernstadt dem Schulbezirk im dörflichen Großlehna zugeordnet sind. Auch für das übernächste Schuljahr, für das die Anmeldungen ab Herbst erfolgen, plant die Stadt offenbar erneut, die Schulbezirke zu ändern. Einen Beschluss dazu werde es noch vor den Sommerferien geben, kündigte die erste Beigeordnete Beate Lehmann an. Diskutiert wird nach Informationen von MDR SACHSEN, ob es nur noch einen Schulbezirk gibt. Dann hätte die Stadt freie Hand, die Kinder zu verteilen.

Abgeordnete treffen sich unter Corona-Bedingungen im KUK
Der Stadtrat tagte coronabedingt im Kultur- und Kreativ-Zentrum. Bildrechte: MDR

Weitere Themen aus dem Stadtrat

Ex-AfD Stadträte entlassen

Seit der Sitzung am Donnerstag hat der Stadtrat vorübergehend zwei Mitglieder weniger. Nachdem die Eheleute Bianca und Ralf Juhnke aus der AfD ausgetreten waren, haben die Stadträte gestern auch ihrem Antrag stattgegeben, sie aus ihren Mandaten zu entlassen. Über eine Nachbesetzung wird noch entschieden.

Interim am See bleibt

Nach dem Brand im Strandbad am Kulkwitzer See im vergangenen Jahr wird es auch in dieser Saison nur eine Interimslösung mit Containern geben, sagte Markranstädts Bürgermeisterin Nadine Stitterich am Abend im Stadtrat. Mit dem bisherigen Betreiber gebe es dazu Gespräche. Zugleich denke die Stadt über eine Weiterentwicklung des Markranstädter Strandbades in den kommenden Jahren nach.

Auf ein Freibad müssen die Markranstädter auch weiterhin verzichten. Das 95 Jahre alte baufällige Bad war im vergangenen Jahr geschlossen worden und sollte umfänglich saniert werden. Bislang ist das Projekt noch nicht in die Gänge gekommen. Bürgermeisterin Stitterich kündigte zum Thema einen nichtöffentlichen Sonderstadtrat mit Arbeitskreis an.

Kommt der barrierefreie Bahnhof?

In den barrierefreien Ausbau des Bahnhofes kommt möglicherweise Bewegung. Die Stadträte haben die Bürgermeisterin beauftragt, mit der Bahn in Verhandlungen zu treten. Nach derzeitigen Überlegungen könnte ein Fahrstuhl für Barrierefreiheit sorgen. Die Stadt geht davon aus, dass damit Kosten von rund 30.000 Euro im Jahr anfallen. Die Bahn als Betreiber des Bahnhofes hatte den barrierefreien Ausbau bisher abgelehnt, weil es aus ihrer Sicht zu wenige Fahrgäste gebe.

Quelle: MDR/gg

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Leipzig | 16. April 2021 | 10:30 Uhr

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