Jubiläumsspielzeit Theater der Jungen Welt Leipzig inszeniert Erich-Kästner-Klassiker neu

Für das Theater der Jungen Welt in Leipzig waren die vergangenen Monate eine schwierige Zeit. Es kann also nur besser werden. Und dafür geht das Theater "All in" - so der Titel der neuen Spielzeit, die auch noch eine ganz besondere ist.

Theater der Jungen Welt: Emil und die Detektive
Nach fast 15 Jahren Spielzeit der Inszenierung von "Emil und die Detektive" wird es in der Jubiläumsspielzeit des Theaters der Jungen Welt eine Neuinszenierung des Erich-Kästner-Klassikers geben. Bildrechte: MDR/Frank Schletter

Das Theater der Jungen Welt in Leipzig feiert seinen 75. Geburtstag und hat dafür den Kinderbuchklassiker "Emil und die Detektive" von Erich Kästner neu inszeniert. 1946 war es das erste Stück, das an dem Kinder- und Jugendtheater aufgeführt wurde. Die Premiere ist am 7. November.

Außerdem hofft das Theater darauf, mehrere Stücke noch auf die Bühne bringen zu können, die in der vergangenen Spielzeit ausgefallen waren. Dazu zählt beispielsweise "Das Neinhorn" nach Marc-Uwe Kling. Insgesamt sind 13 Premieren angekündigt. Dazu kommt ein Ensembleprojekt, das von den Schauspielern, Tänzern und Puppenspielern zusammengestellt wurde. Es zeigt Beiträge zum Thema Identität mit Beiträgen vom Kurzfilm bis zum Maltheater.

Digitale Versionen und finanzielle Schwierigkeiten

Die Spielzeit steht unter dem Motto "All in" und stehe unter anderem für den Mut, der in der jetzigen schwierigen Zeit gefragt sei, sagte die Intendantin Winnie Karnofka. Als Lehre aus der Corona-Krise versuche das Theater, die meisten Projekte auch digital oder als mobile Version zu denken. "Man muss immer gucken, was geht", so Karnofka. "Wir hoffen, dass wir nicht mehr ganz zumachen müssen."

Die finanzielle Situation bleibt wegen steigender Kosten und fehlender Einnahmen durch die Corona-Beschränkungen weiter angespannt. Die Stadt Leipzig habe ihren Zuschuss auf dem Niveau von 2020 eingefroren, sagte Verwaltungsdirektorin Lydia Schubert. Das Jugendtheater sei ohnehin schon seit langem strukturell unterfinanziert. Das habe man bis zur Pandemie durch viele Vorstellungen mit guter Auslastung ausgleichen können. Wie das in Zukunft funktionieren soll, sei offen.

Quelle: MDR/al/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalreport aus dem Studio Leipzig | 12. Juli 2021 | 14:30 Uhr

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