Autoproduktion Kabelbäume aus Ukraine fehlen - BMW in Leipzig drosselt Produktion

Mitarbeitende im Leipziger BMW-Werk müssen an ihr Arbeitszeitkonto. Weil Kabelbäume aus der Ukraine fehlen, drosselt der Automobilkonzern seine Produktion. Später könnte Kurzarbeit drohen.

Der Krieg in der Ukraine hat nun weitere konkrete Auswirkungen auf die Automobilproduktion. Das BMW-Werk Leipzig wird ab Montag seine Produktion zum Teil auf einen Ein-Schicht-Betrieb drosseln. Wie Werkssprecher Kai Lichte MDR SACHSEN sagte, sind zwei Modelreihen betroffen. "Bei der BMW-1er und BMW2er-Reihe haben wir üblicherweise einen Zwei-Schicht-Betrieb."

Aus der Ukraine fehlen Kabelbäume

Weil Kabelbäume fehlen, die von einem Zulieferer aus der Ukraine kommen, könnten die Modelle nur im Einschichtbetrieb betrieben werden, hieß es. "Wir haben im Werk in Leipzig 5.300 BMW-Mitarbeiter, von denen sind rund 2.000 betroffen", so der Unternehmenssprecher. Die Regelung sei so, dass die Mitarbeitenden zunächst ihre Arbeitszeitkonten ausschöpfen und erst dann werde Kurzarbeit beantragt.

Mit gedrosselter Produktion würden insgesamt pro Tag 500 Autos der beiden Modelreihen gebaut - und damit die Hälfte der sonst üblichen Menge im Leipziger Werk, hieß es.

MDR (lam,Anja Keeb)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Leipzig | 03. März 2022 | 13:30 Uhr

Mehr aus Leipzig, dem Leipziger Land und Halle

Mehr aus Sachsen