Hochschule Uni Leipzig startet mit 3-G-Regeln ins Wintersemester

18 Monate lang war die Universität in Leipzig für Studierende geschlossen. Die Lehre fand nur digital statt. Das soll im kommenden Wintersemester anders werden. Für die Rückkehr zur Normalität setzt die Uni auf die 3-G-Regeln. Während die Freude bei den Studierenden groß ist, hat der StuRa bei einer Sache Bedenken.

Studentenleben vor dem Hörsaalgebäude.
An der Universität Leipzig startet im Oktober das Wintersemester. Um Präsenzunterricht zu ermöglichen, setzt die Uni auf die 3-G-Regeln. Bildrechte: dpa

Am 10. Oktober startet an der Universität Leipzig offiziell das Wintersemester. Nach 18 Monaten coronabedingter Schließung sollen Studierende jetzt wieder möglichst häufig am Präsenzunterricht in der Uni teilnehmen dürfen - darunter rund 7.000 Erstsemester.

Geimpft, getestet, genesen

Für manchen der jungen Menschen ist das fast unbekanntes Terrain, die Drittsemester kennen bislang nur digitalen Unterricht. Damit die Lehre auch in Pandemie-Zeiten in den Hörsälen möglich ist, gelten an der Leipziger Hochschule die 3-G-Regeln.

Demnach dürfen nur Studierende, die geimpft, genesen oder getestet sind an den Lehrveranstaltungen vor Ort teilnehmen. Ausnahmen gelten für Schwangere, Menschen unter 18 Jahren und für diejenigen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können.

Kostenfrage noch ungeklärt

Ob die Tests an der Uni Geld kosten, steht laut Universität Leipzig noch nicht fest. Darüber werde aktuell noch mit den "verantwortlichen Entscheidungsträgern" diskutiert. Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss zu jeder Lehrveranstaltung einen negativen Test vorweisen, der nicht älter als 48 Stunden ist.

Uni Leipzig setzt auf Vertrauen

Eine Pflicht, die Nachweise täglich zu kontrollieren, besteht allerdings nicht, erklärt Prorektor Thomas Hofsäss MDR SACHSEN. Die Uni setze auf Vertrauen. Wer jedoch gegen die Regeln verstoße, werde von der Universität verwiesen.

StuRa ist skeptisch

Dass die Uni auf Vertrauen setzt, findet Nico Eisbrenner vom Studierendenrat (StuRa) problematisch. Die Uni habe sich das einfachste Konzept herausgesucht, und schiebe die Verantwortung auf Dritte ab, sagt er MDR SACHSEN. "Es kann im Idealfall natürlich gut gehen, wenn alle eigenverantwortlich handeln, aber wir wissen es einfach nicht", betont Eisbrenner.

Maskenpflicht und Kontaktnachverfolgung

Neben der 3-G-Regel muss in allen Gebäuden der Uni Leipzig ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Wenn der Mindestabstandes von 1,5 Metern eingehalten wird, kann der Mund-Nase-Schutz am Sitzplatz abgenommen werden. Auch eine Kontaktnachverfolgung über die Corona-Warn-App oder auf analogem Weg gehört zu den Regeln, die den Präsenzunterricht ermöglichen soll.

Studierende freuen sich

Trotz aller Regeln, ist der Start für die meisten Studierenden vor allem ein Grund zur Freude. "Es ist vor allem schön, dass man seine Kommilitonen auch gleich kennenlernt und nicht versucht, online Freunde zu finden", sagt eine Studentin MDR SACHSEN. Das sei schwieriger und es gebe immer wieder Hürden. "Es fühlt sich gut an, dass ich die Uni erleben kann, wie eben Uni ist.

Quelle: MDR/mar/bb

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Im Regionalnreport aus dem Studio Leipzig | 04. Oktober 2021 | 16:30 Uhr

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