Wissenschaft Kurt Biedenkopf mit Ehrendoktorwürde der Universität Leipzig ausgezeichnet

Prof. Dr. Kurt Biedenkopf an einem Rednerpult bei der Verleihung der Ehrendoktorwürde der Universität Leipzig in der Staatskanzlei in Dresden.
Die Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universtität Leipzig hat Kurt Biedenkopf die Ehrendoktorwürde verleihen. Bildrechte: Pawel Sosnowski

Sachsens früherer Ministerpräsident Kurt Biedenkopf hat am Mitwoch die Ehrendoktorwürde der Universität Leipzig erhalten. Der 91-Jährige nahm die Auszeichnung der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät in der Dresdner Staatskanzlei entgegen. Die Universität ehrte damit nach eigenen Angaben das Lebenswerk Biedenkopfs. Der CDU-Politiker habe vor allem Verdienste um die Entwicklung der ostdeutschen Hochschullandschaft, hieß es. Die Leipziger Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät verleiht den Titel nach eigenen Angaben zum zehnten Mal.

Auch Sachsens amtierender Ministerpräsidet, Michael Kretschmer, nahm an der Verleihung teil. In einer Rede würdigte er Biedenkopf als ersten Ministerpräsidenten nach der Wiedergründung des Freistaats Sachsen. Er habe den Menschen Selbstbewusstsein gegeben. "Seine Vision war es, Sachsen auch auf dem Gebiet der Wissenschaft wieder an die Spitze zu führen", sagte Kretschmer.

Der sächsische Ministerpräsident Kurt Biedenkopf (CDU) und seiner Frau Ingried nach seiner Wiederwahl bei der Landtagswahl in Sachsen am Sonntag (19.09.1999) auf dem Weg in den Sächsischen Landtag, im Hintergrund die Semperoper.
Kurt Biedenkopf war Sachsens erster Ministerpräsident nach der Wiedervereinigung - hier in Dresden mit seiner Frau Ingrid nach der Wiederwahl bei der Landtagswahl 1999. Bildrechte: imago images / Robert Michael

Politiker und Wissenschaftler

Die Rektorin der Universität, Beate Schücking, betonte, dass Biedekopf neben seiner politischen Tätigkeit immer die Wissenschaft im Blick hatte. "In seiner Zeit als Ministerpräsident des Freistaates Sachsen hat er nie vergessen, sich für universitäre Belange einzusetzen“, so Schücking in einer Rede.

Kurt Biedenkopf studierte in den 1950er Jahren zunächst Politikwissenschaft, danach Rechtswissenschaft. Anfang 1990 hatte er in Leipzig eine Gastprofessur für Wirtschaftspolitik angenommen. Im Oktober 1990 wählte der Landtag den CDU-Politiker zum ersten Ministerpräsidenten des wiedergegründeten Freistaates Sachsen. Dieses Amt hatte er fast zwölf Jahre inne.

Kurt Biedenkopf 2.v.l., CDU freut sich über den Wahlsieg bei der sächsischen Landtagswahl in Dresden 1990 45 min
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Quelle: MDR/mar/epd

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