Terroranschläge US-Konsulat in Leipzig gedenkt der Opfer von 9/11

Bei den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA kamen rund 3.000 Menschen ums Leben. Der sich anschließende 20 Jahre dauernde "Krieg gegen Terror" hatte weiterer Opfer zur Folge. Eine Gedenkstunde im US-Konsulat in Leipzig hat am Sonnabend an die Ereignisse vor 20 Jahren erinnert.

das brennende World-Trade-Center in NY
Am 9. September 2001 steuerten Terroristen zwei Flugzeuge in das World Trade Center in New York. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Am Sonnabend wurde im US-Generalkonsulat in Leipzig an die Opfer der Terroranschläge vom 11. September 2001 in den Vereinigten Staaten gedacht. Gemeinsam mit 80 Gästen erinnerte Generalkonsul Ken Toko an die Opfer, Hinterbliebenen sowie Helferinnen und Helfer. Gleichzeitig dankte er den Verbündeten für ihre "uneingeschränkte Unterstützung" nach den Anschlägen vor 20 Jahren. Musikalisch begleitet wurde die Gedenkfeier von einem Streichquartett der Leipziger Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy".

"Ein Angriff auf die freie Welt"

Unter den Gästen war auch Sachsens Staatsminister Oliver Schenk. "Der 11. September hat uns alle sehr betroffen gemacht. Der Angriff war nicht nur ein Angriff auf die Vereinigten Staaten, es war ein Angriff auf die freie Welt", sagte er MDR SACHSEN. Es gebe keinen anderen Tag, der das Weltgeschehen so sehr verändert habe, wie der 11. September. Die Anschläge hätten zudem zu einem großen Zusammenhalt zwischen Deutschland und der USA geführt. "Dass wir diesen Tag zusammen begehen können, ist auch Ausdruck der Freundschaft zwischen den USA und Sachsen", so Schenk weiter.

Rund 3.000 Opfer

Bei den Anschlägen vom 11. September 2001 kamen US-Behörden zufolge rund 3.000 Menschen ums Leben. Al-Quaida-Terroristen entführten an diesem Tag mehrere Flugzeuge. Zwei von ihnen flogen sie in die Türme des World Trade Centers, die wenig später in sich zusammenstürzten. Ein weiteres Flugzeug stürzte in das Pentagon, den Hauptsitz des Auslandsgeheimdienstes CIA. Ein viertes Flugzeug stürzte auf einem Feld in der Nähe von Shanksville ab und verfehlte sein Ziel, das bis heute nicht bekannt ist. US-Behörden nehmen an, dass das Weiße Haus oder das Kapitol in Washington D.C. damit angegriffen werden sollte.

20 Jahre Krieg

Die Anschläge blieben nicht ohne Folgen. Die Streitkräfte der USA marschierten im Oktober 2001 in Afghanistan ein, um die Taliban und Al Quaida zu stürzen und den Anführer Osama Bin Laden zu töten. Der Krieg dauerte 20 Jahre und endete 2021 mit dem Abzug der Nato-Truppen und mit der erneuten Machtergreifung der Taliban. Osama Bin Laden wurde 2011 von US-Spezialeinheiten getötet.

Auch Truppen der Bundeswehr beteiligten sich am Einsatz in Afghanistan. 115 deutsche Soldaten sind laut Bundeswehr im Einsatz und in anerkannten Missionen ums Leben gekommen.

Quelle: MDR/mar

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 11. September 2021 | 19:00 Uhr

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