Hochschule Juristin Eva Inés Obergfell zur neuen Rektorin der Uni Leipzig gewählt

Die akademische Führung der Universität Leipzig bleibt weiter in weiblicher Hand. Nach zehn Jahren unter der Regie von Professorin Beate Schücking wird ab April wieder eine Frau die Geschicke der Hochschule leiten. Am Dienstag wählte der Erweiterte Senat Eva Inés Obergfell zur neuen Rektorin.

Ein Gebäude auf dem Universität Leipzig steht
Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk

Die Juristin Eva Inés Obergfell wird neue Rektorin der Universität Leipzig. Die Vizepräsidentin der Berliner Humboldt-Universität wurde am späten Nachmittag im zweiten Wahlgang vom Erweiterten Senat mit der notwendigen Zweidrittel-Mehrheit gewählt.

Eine Frau im Porträt
Eva Inés Obergfell kommt aus Berlin, ist Juristin und Vizepräsidentin der Humboldt-Universität. Bildrechte: Matthias Heyde

Sie setzte sich damit gegen ihre Mitbewerberin Rose-Marie Beck, Afrikanistik-Professorin an der Universität Leipzig, durch. Obergfell folgt im kommenden Frühjahr auf Beate Schücking. Ihre Amtszeit als Rektorin endet dann nach zehn Jahren. In Sachsen sieht das Hochschulgesetz maximal zwei fünfjährige Amtszeiten vor.

Große Herausforderungen angehen

"Vor der über 600 Jahre alten Universität stehen große Herausforderungen", sagte die neugewählte Rektorin. Als erste Priorität nannte Obergfell den Ausbau der Drittmittelforschung, die Uni international sichtbar zu machen und Kooperationen zu entwickeln. Zudem müssten Rahmenbedingungen geschaffen werden, um "exzellenten wissenschaftlichen Nachwuchs" zu fördern. Auch die Digitalisierung der Lehre sei ein wichtiges Thema der nächsten Jahre.

Obergfell war von Oktober 2016 bis September 2021 Vizepräsidentin für Lehre und Studium an der Humboldt Universität in Berlin. Dort ist sie aktuell auch Professorin an der juristischen Fakultät und forscht unter anderem zu deutschem, europäischem und internationalem Urheberrecht. Sie studierte Rechtswissenschaften an den Universitäten Bielefeld, Strasbourg und Konstanz.

Mitbewerber überraschend gestorben

Ursprünglich hatte sich auch Ulf Diederichsen um den Posten beworben. Doch der Chemiker aus Göttingen war am 11. November im Alter von 58 Jahren überraschend gestorben. Kurz zuvor hatte er seine Bewerbung aus gesundheitlichen Gründen zurückgezogen.

Quelle: MDR/bb/mar

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Nachrichten | 23. November 2021 | 18:00 Uhr

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