Freizeit Zukunft des Kleinmesse-Standortes in Leipzig ungewiss

Eine großes Tor, über dem der Schriftzug Festplatz angebracht ist
Bildrechte: MDR/Lars Tuncay

Die Leipziger Kleinmesse auf dem Festplatz am Cottaweg ist ein fröhlicher Rummel. Mehrmals im Jahr stehen auf der Fläche in unmittelbarer Nähe des RB-Trainingszentrums Karussell, Achterbahn und Autoscooter, wenn nicht eine Pandemie das Freizeitvergnügen ausbremst. Doch ungeachtet dessen ist der bisherige Standort der Kleinmesse in Gefahr. Ab Sommer sollen hier Besucher der RB-Arena parken können. Wohin die Kleinmesse dann ziehen soll, wenn der Bundesligist RB Leipzig spielt, ist nicht klar. Um möglichst eine einvernehmliche Lösung für alle zu finden, hat es nun einen Runden Tisch mit Vertretern der Stadt Leipzig und dem Schaustellerverein gegeben.

Parkplatz statt Zuckerwatte

Leipzigs Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke hatte zu dem Treffen geladen. Doch Ergebnisse oder gar Lösungen brachte die Zusammenkunft nicht. Noch sei man auf der Suche, sagte Jürgen Seiferth, Vorsitzender des Leipziger Schaustellervereins.

Es gibt keine Lösungsansätze. Gar nichts im Moment. Wenn einer von uns, der an dem Treffen teilgenommen hat, einen Vorschlag hat, bitte melden.

Jürgen Seiferth Leipziger Schaustellerverein

Die Stadt Leipzig hatte vor zwei Jahren dem Fußballverein RB Leipzig mit der Baugenehmigung für die Erweiterung der Arena auch den Festplatz als Parkfläche zugesprochen. "Das heißt, ab Fertigstellung der umgebauten Redbull-Arena muss die Kleinmesse zukünftig immer bei den Spieltagen im Stadion als Parkfläche zur Verfügung stehen," erklärte Ulrich Wolter, Direktor "Operations" bei RB Leipzig. Das gelte dann auch bei Konzerten. An diesem Fakt würde Schausteller Jürgen Seiferth aber gerne noch etwas ändern.

Die Parkplätze als solches können ja auch woanders gemacht werden, zum Beispiel auf der Neuen Messe. Dort können die Autos abgestellt werden und die Fans werden reingeshuttelt.

Jürgen Seiferth Leipzger Schaustellerverein

Wer suchet, der findet oder auch nicht

Für Seiferth steht fest: Für eine Stadt mit 600.000 Einwohnern muss es weiterhin eine ordentliche Kleinmesse geben. Überlegungen, selbst auf die Neue Messe zu ziehen, wurden verworfen. Zu weit weg für die Menschen, einerseits. Zu starke Winde auf den ungeschützten Flächen, andererseits. Auch die Alte Messe in Leipzig sei nicht wirklich geeignet, so Seiferth. Die Straßen seien dort zu schmal für die Aufbauten. Zudem sei die Kleinmesse nicht leise, die Nähe zum Südfriedhof könnte da zu Konflikten führen.

Über die Parkflächen hinaus begehrt RB Leipzig den Festplatz am Cottaweg außerdem für eine Erweiterung seines Tainingszentrums. Damit würde Platz für die Frauen- und Mädchenmannschaften geschaffen, die jetzt über die Stadt verteilt trainieren müssten, so Wolter.

Bisher sind das aber nur Gedankenspiele.

Ulrich Wolter Direktor "Operations" RB Leipzig

Erstmal ist die Frage zu klären, wie oder ob sich Stadion-Parkfläche und Rummel miteinander vereinen lassen. Wenn Schausteller Jürgen Seiferth und seine Kolleginnen und Kollegen eine Idee haben, soll es eine neue Gesprächsrunde mit der Stadt geben.

Quelle: MDR/rk/bb

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 05.03.2021 | 16:30 Uhr im Regionalreport aus dem Studio Leipzig

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