Ab Mittwoch Grundschüler in Nordsachsen und Vogtland zurück in festen Klassen

Nachdem die Infektionszahlen im Vogtland und im Landkreis Nordsachsen mehrere Tage lang stabil unter dem Inzidenz-Schwellenwert von 100 gefallen sind, ändern sich für Grundschülerinnen und Grundschüler ab Mittwoch die Regeln.

Schulstart nach Corona-Tests
Ab Mittwoch gehen Grundschulen in Nordsachsen und im Vogtland zurück in den eingeschränkten Regelbetrieb. Die Infektionszahlen lassen diesen Schritt gemäß Corona-Schutzverordnung zu. Bildrechte: IMAGO / localpic

In Sachsen heben mehr Schulen angesichts sinkender Corona-Infektionszahlen den Wechselunterricht auf. Wie das sächsische Kultusministerium mitteilte, kehren die Grundschulen im Vogtland sowie im Landkreis Nordsachsen ab Mittwoch, 19. Mai, in den eingeschränkten Regelbetrieb zurück. Damit gibt es wieder Präsenzunterricht in festen Klassen und Gruppen mit Hygieneauflagen.

Nachdem die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner stabil unter der kritischen Schwelle von 100 liegt, gilt in den beiden Landkreisen nicht mehr die Bundes-Notbremse, sondern die sächsische Corona-Schutzverordnung. Auch in Dresden waren die Infektionszahlen unter den Schwellenwert von 100 gesunken. Hier gibt es für die Grundschüler bereits ab Dienstag, 18. Mai, wieder Präsenzunterricht.

Laut Sozialministerium liegen noch sieben Landkreise über der 100er-Marke. Das sind die Landkreise:

  • Erzgebirge
  • Mittelsachsen
  • Görlitz
  • Zwickau
  • Sächsische Schweiz/Osterzgebirge
  • Meißen
  • Bautzen
  • Stadt Chemnitz

Fünf Gebiete haben diese Schwelle bereits unterschritten: die Städte Leipzig und Dresden sowie die Landkreise Nordsachsen, Vogtland und der Landkreis Leipzig.

Warum Schulöffnungen, obwohl die Inzidenz noch keine fünf Werktage unter 100 liegt? Das sächsische Kultusministeriums teilte auf Nachfrage von MDR SACHSEN mit, dass die Bundesnotbremse die Regeln für den Schulbetrieb bei einer Inzidenz über 100 vorgibt. Demnach sind der Wechselunterricht oder die Schließung von Schulen Beschränkungen, die vom Infektionsschutzgesetz des Bundes verlangt werden.

Sinkt die Inzidenz unter 100, mache das Infektionsschutzgesetz keine Vorgaben mehr für den Schulbetrieb.

Bei der Umsetzung der Lockerungen seien die Länder frei. Die sächsische Corona-Schutzverordnung (§3 Absatz 2 Nummer 4) könne hierfür nicht herangezogen werden, weil es sich nicht um eine Maßnahme handele, die nach der Corona-Schutzverordnung angeordnet ist, sondern nach §28b Absatz 3 des Infektionsschutzgesetzes.

Lockerungen (etwa die Öffnung der Außengastronomie oder der Besuch von Kunst- und Kultureinrichtungen) sind laut sächsischer Corona-Schutzverordnung erst nach einer Unterschreitung des 100er-Inzidenzwertes an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen erlaubt.

Quelle: MDR/kk/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | SACHSENSPIEGEL | 17. Mai 2021 | 19:00 Uhr

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