Spritkosten Taxigebühren sollen in Leipzig um einen Euro pro Fahrt steigen

Die Spritpreise sind durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine deutlich gestiegen. Weil das für Taxiunternehmen eine Belastung ist, sollen in Leipzig die Taxigebühren erhöht werden. Allerdings nur, wenn ein bestimmter Schwellenwert überschritten wird.

Ein Taxi-Fahrer wartet auf Kundschaft
Ähnlich wie in Dresden und Chemnitz müssen Fahrgäste wohl bald auch in Leipzig für eine Taxifahrt tiefer ins Portemonnaie greifen. Bildrechte: imago/Eckehard Schulz

In Leipzig soll Taxifahren teuerer werden. Wie die Stadt mitteilte, sollen Fahrer künftig pro Fahrt einen Euro mehr vom Fahrgast erhalten. Grund seien die deutlich erhöhten Kraftstoffkosten infolge des Ukraine-Konflikts. Der Aufschlag sei jedoch an einen Schwellenwert gebunden. Er dürfe nur erhoben werden, wenn der Durchschnittspreis je Liter Diesel oder Super an diesem Tag mindestens 1,80 Euro koste. Am 18. Mai soll die Ratsversammlung in Leipzig über die Verordnung abstimmen.

Chemnitz und Dresden haben Taxi-Preise schon erhöht

Der Landesverband der Sächsischen Taxi- und Mietwagenunternehmer hatte Anfang März um Unterstützung gebeten. Dieser hatte durch die gestiegenen Kraftstoffpreise den wirtschaftlichen Betrieb der Taxiunternehmen und damit die Leistungsfähigkeit als Teil des öffentlichen Personennahverkehrs als gefährdet gesehen. In Dresden waren die Taxigebühren Mitte April erhöht worden, in Chemnitz bereits im März.

MDR (sth)/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | Nachrichten | 06. Mai 2022 | 15:00 Uhr

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