Mehr als 100 Millionen Euro Investitionen in den Hochwasserschutz in Sachsen

Die Talsperre Muldenberg im Vogtland
Die Talsperre Muldenberg im Vogtland. Bildrechte: imago/Hanke

Die Landestalsperrenverwaltung hat in diesem Jahr nach eigenen Angaben über 100 Millionen Euro in den Hochwasserschutz investiert. Wie die Behörde mitteilte, konnten trotz der Corona-Pandemie viele Projekte umgesetzt werden. "Die Firmen standen mit ihren Leistungen nahezu vollständig zur Verfügung", hieß es.

Baumaßnahmen in Döbeln und Chemnitz-Harthau

Allein 7,5 Millionen Euro flossen in den Hochwasserschutz in Döbeln. Die Stadt war von der Flut 2002 besonders betroffen gewesen. Nun wird eine 1.000 Meter lange Flutrinne ausgebaut, die im Ernstfall große Wassermengen der Freiberger Mulde aufnehmen und ableiten soll. Im Chemnitzer Stadtteil Harthau wurde mit dem Bau von Hochwasserschutzwänden entlang der Würschnitz begonnen.

Projekt an Weißeritz in Freital abgeschlossen

In Freital wurde der Ausbau der Vereinigen Weißeritz abgeschlossen, wobei zwischen der Brücke Krönertstraße und der Brücke Poisentalstraße die teilweise über 100 Jahre alten Ufermauern instandgesetzt und neu gebaut wurden. Die Arbeiten begannen im August 2018 und kosteten rund 2,33 Millionen Euro, finanziert aus Bundes und Landesmitteln. Nun können bis zu 230 Kubikmeter Wasser pro Sekunde abfließen, ohne über die Ufer zu treten.

Talsperre Lehnmühle umgebaut

Im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ist die Talsperre Lehnmühle umgebaut und die Kapazität der bestehenden Entnahmeeinrichtungen erweitert worden. Dort hat der Freistaat Sachsen knapp 2,6 Millionen Euro investiert. Die Talsperre Lehnmühle ist laut Landestalsperrenverwaltung nun um 75 Prozent leistungsfähiger. Vier Wehrfelder wurden dafür abgesenkt und als Betriebsauslässe umgebaut.

500 Meter Hochwasserschutz in Aue

Anfang Dezember ist am Schwarzwasser in Aue zwischen der Fußgängerbrücke Wasserstraße und der Bahnbrücke eine 500 Meter lange Hochwasserschutzmauer fertiggestellt worden. Sie wird künftig eine Überflutung des Gebietes links des Schwarzwassers verhindern. Das Projekt kostete rund 2,4 Millionen Euro und wurde neben Landesmitteln durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung finanziert.

Quelle: MDR/sm

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 25.12.2020 | 09:00 Uhr in den Nachrichten

2 Kommentare

MDR-Team vor 42 Wochen

Es ist nicht erwiesen, wie sich der Klimawandel bei uns auswirken wird, aber die meisten Forscher gehen derzeit davon aus, dass es künftig häufiger als bisher zu extremen Wetterereignissen (darunter Überschwemmungen) kommen wird.

Rockson da Silva vor 42 Wochen

Dank des Klimawandels wird es kein Hochwasser in Zukunft mehr geben. Schade um das viele Geld. Könnte man in Leutzsch unser Fußballstadion sanieren. Eines Tages wird die Menschheit froh sein wenn noch ein Tropfen Wasser fällt. Hauptsache Bier geht nicht aus!!

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