Kommunalpolitik Tag der Entscheidung: OB-Wahlen in Plauen und Riesa

Am Sonntag sind die Wählerinnen und Wähler in Riesa und Plauen zur Stimmabgabe aufgerufen. Sie sollen neue Stadtoberhäupter wählen, die sieben Jahre lang die Geschicke ihrer jeweiligen Stadt bestimmen werden. Beide Städte im ländlichen Raum eint einiges: starker Bevölkerungsschwund seit der Wende, Wegbruch von Industriebetrieben und Arbeitsplätzen, aber auch reiche Stadtgeschichte und Radtourismus entlang an Elster bzw. Elbe.

Wähler stecken im Wahlbuero ein Wahlumschlag in eine Wahlurne.
Bildrechte: imago/Eibner

Am Sonntag sind zehntausende Wählerinnen und Wähler in Plauen und Riesa dazu aufgerufen, ihre Stimme für ein Oberhaupt ihrer Stadt abzugeben. In Plauen gehen fünf Bewerbende in die zweite Runde der Oberbürgermeisterwahl, in Riesa sind es zwei Politiker.

Plauen: Fünf von sieben Bewerbenden noch im Rennen

Von den sieben Kandidatinnen und Kandidaten aus dem ersten Wahlgang in Plauen haben zwei ihre Kandidatur zurückgezogen und treten nicht mehr an. Und so haben die Plauener die Wahl zwischen vier Männern und einer Frau.

Für die CDU ist das der aktuelle Sozialbürgermeister Steffen Zenner. Er hatte in der ersten Runde mit 33,54 Prozent die meisten Wählerstimmen bekommen, aber nicht die erforderliche absolute Mehrheit erreicht. Die parteilose Einzelbewerberin und Verwaltungsmitarbeiterin Silvia Queck-Hänel wurde unterstützt von Linken, Grünen und SPD. Sie kam am 13. Juni auf 23,51 Prozent der Stimmen.

Auch der Einzelkandidat und Erzieher Lars Buchmann tritt nochmals an. In der ersten Runde hatten ihm 16,78 Prozent der Plauener ihre Stimme gegeben. Der Busunternehmer Thomas Kaden geht für die von sogenannten Querdenkern und Rechtsextremen gegründete Kleinstpartei und vom Verfassungsschutz beobachteten "Freie Sachsen" in den zweiten Wahlgang. Er hatte im Juni 7,46 Prozent erhalten. Ebenfalls als Einzelkandiat tritt der Musiker und Fotograf Andreas Ernstberger nochmals an - er kam im ersten Wahlgang auf 3,88 Prozent Stimmanteil.

Zwei Kontrahenten in Riesa

Das Ergebnis in Riesa

Übersichtlicher für die Wählerschaft geht es in der Großen Kreisstadt Riesa zu, wo sich zwei Kandidaten am Sonntag um den Oberbürgermeisterposten bewerben. Amtsinhaber Marco Müller (CDU) möchte gerne weitermachen. Der parteilose Stadtrat Gunnar Hoffmann sieht das anders. Der 51 Jahre alte Elektroingenieur fordert den 45 Jahre alten studierten Juristen Marco Müller bei der OB-Wahl heraus. Müller führt das Amt seit 2014. Hoffmann sagt über seine Ambition, vom Stadtratsstuhl auf den OB-Sessel zu wechseln:

Ich habe die Wahl mir weitere sieben Jahre lang anzugucken, was mir nicht gefällt oder ich packe an.

Gunnar Hoffmann parteiloser OB-Kandidat

Einen weiteren Eindruck von den beiden Kandidaten können Sie sich im Livestream von Riesa-TV hier verschaffen.

Quelle: MDR/kk

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | SACHSENSPIEGEL | 04. Juli 2021 | 19:00 Uhr

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