Vereidigt Armin Schuster ist Sachsens neuer Innenminister

Armin Schuster ist neuer Innenminister in Sachsen. Der CDU-Politiker versteht sein Amt nach eigenen Angaben als "Bürgerminister". Er sehe sein Amt als Chance, politische Einstellungen zu prägen. Sein Vorgänger Roland Wöller (CDU) war vorige Woche entlassen worden - nach Skandalen in der Polizei und umstrittenen Personalentscheidungen.

Armin Schuster (CDU), der neue Innenminister in Sachsen, wird im Sächsischen Landtag vereidigt.
Armin Schuster ist von der Spitze des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe ins sächsische Innenministerium gewechselt, als dessen Ressortleiter er am Montag im Landtag vereidigt wurde. Bildrechte: dpa

Sachsens neuer Innenminister Armin Schuster (CDU) ist am Montag im Landtag in Dresden vereidigt worden. "Ich bin nicht der neue Sicherheitsminister von Sachsen", sagte Schuster kurz vor seiner Ernennung. Er sei eher "der neue Bürgerminister von Sachsen". Er trete sein Amt mit großer Leidenschaft an. Das Innenministerium habe die Chance, die Lebensqualität der Sächsinnen und Sachsen jeden Tag zu erhöhen.

Kommunale Stärkung sei deshalb die Priorität Nummer eins. Die Menschen erwarteten zudem mehr in puncto Bevölkerungsschutz - das sei Krisenvorsorge für den "Worst Case", betonte Schuster. Er sicherte Transparenz und einen offenen Umgang mit Problemen zu.

Schuster: "Bin als Europäer sozialisiert"

Schuster sagte: "Ich habe für die ganze Bundesrepublik gearbeitet, aber ich bin als Europäer sozialisiert." Er sehe in seinem neuen Amt "eine Riesenchance, politische Einstellungen zu prägen". Er gestalte gern.

Der 60-jährige gebürtige Rheinland-Pfälzer tritt die Nachfolge von Roland Wöller (CDU) an, der am Freitag von Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) entlassen wurde. Schuster leitete bisher das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Er kommt ursprünglich von der Bundespolizei, für die er in den 1990ern auch schon in Sachsen als Leiter einer Inspektion tätig war.

Kretschmer fordert offene Fehlerkultur in Polizei

Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) sagte, das Amt des Innenministers sei die Grundlage dafür, dass sich Leben in Sachsen positiv entwickeln könne. Für Demokratie und Freiheit sei es wichtig, dass Verantwortungsträger, Abgeordnete und Medienschaffende ihre freie Meinung äußern können, ohne um ihre Sicherheit besorgt sein zu müssen. Für die sächsische Polizei fordert Kretschmer eine offene Fehlerkultur.

Der neue Innenminister Schuster kenne die Sicherheitsarchitektur in der Bundesrepublik und habe in 13 Bundesländern gearbeitet und gelebt. Und er kenne auch die Unterschiede von Bundes- und Landesstrukturen.

MDR (lam)/dpa/epd

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 25. April 2022 | 19:00 Uhr

Mehr aus der Landespolitik

Mehr aus Sachsen