Corona-Pandemie Einreisende nach Sachsen auf neue Testpflicht gut vorbereitet

Seit dem 1. August müssen alle Einreisenden nach Deutschland nachweisen, dass sie aktuell nicht mit Corona infiziert sind. Das wird auch in Sachsen von der Bundespolizei kontrolliert. Das Personal reicht allerdings nur für Stichproben. Auch muss kein Reiserückkehrer befürchten, bei einem fehlenden Nachweis zurückgeschickt zu werden.

Ein Polizeibeamter steht bei einer Corona-Einreisekontrolle der Bundespolizei an der deutsch-niederländischen Grenze mit einem Polizeianhaltestab und kontrolliert Fahrzeuge im Grenzgebiet.
Reiserückkehrer aus dem Ausland müssen ab sofort nachweisen können, dass sie sich nicht mit dem Coronavirus infiziert haben. Bildrechte: dpa

Zum Start der Corona-Testpflicht für Reiserückkehrer aus dem Ausland hat die Bundespolizei am Sonntag in Sachsen mit Kontrollen begonnen. Die Menschen waren gut vorbereitet, sagte der Sprecher der Bundespolizeidirektion in Pirna, Holger Uhlitzsch, am Montag MDR SACHSEN. Die Mehrheit der Kontrollierten war entweder geimpft oder hatte den entsprechenden Testnachweis dabei.

Kein Reiserückkehrer wird abgewiesen

Leichte Irritation habe es bei denjenigen gegeben, die auf die neuen Regeln für Reiserückkehrer nicht eingestellt waren. Die Menschen seien verunsichert gewesen, ob sie denn nun überhaupt einreisen dürfen, so Uhlitzsch. Diese Sorge sei unnötig. Der Bundespolizeisprecher betonte, dass keinem deutschen Staatsbürger die Einreise verweigert wird. Allerdings wird bei fehlendem Corona-Testnachweis eine Ordnungswidrigkeitsmitteilung angefertigt. Die Beamten nehmen demnach die Personaldaten auf und leiten sie an die zuständigen Gesundheitsämter und Behörden weiter. Die Betroffenen werden aufgefordert, den Test unverzüglich nachzuholen. Bußgelder werden nicht fällig.

Zwei Polizisten kontrollieren die Dokumente eines Fahrers bei seiner Einreise nach Deutschland an der A30 bei Bad Bentheim.
Zwei Polizisten kontrollieren am 1. August 2021 die Dokumente eines Fahrers bei seiner Einreise nach Deutschland. Bildrechte: dpa



Anders sehe das bei Angehörigen von Drittstaaten oder EU-Bürgern ohne festen Wohnsitz in Deutschland aus, erklärte Uhlitzsch bei MDR SACHSEN. Wenn solche Personen kein berechtigtes Einreiseinteresse vorweisen könnten, weder getestet noch geimpft oder genesen seien und vielleicht auch noch einen Corona-Test verweigern würden, dann könne die Bundespolizei ihnen die Einreise untersagen oder sie über die Grenze zurückschicken.

Nur Stichprobenkontrollen, aber möglichst viele

Seit dem 1. August müssen alle Einreisenden nach Deutschland ab zwölf Jahre nachweisen, dass sie entweder vollständig gegen das Coronavirus geimpft, genesen oder nicht infiziert sind. Bei Ungeimpften ist dafür ein aktuelles Testergebnis vorzuzeigen. Die Beamten der sächsischen Bundespolizei kontrollieren im Bereich der Grenzen zu Tschechien und Polen Einreisende allerdings nur stichprobenartig. Damit sollen an den Autobahnen kilometerlange Staus im Urlaubsverkehr vermieden werden.

Auch im grenzüberschreitenden Zugverkehr gibt es Uhlitzsch zufolge nur Verdachtskontrollen. Schwerpunkt sei hier die Strecke Prag-Dresden-Berlin. Es werde versucht, mit den vorhandenen Kräften so viele Einreisende wie möglich zu überprüfen. An den Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden werden demnach Reisende innerhalb der Europäischen Union verstärkt kontrolliert. Bei Einreisenden aus Nicht-EU-Ländern seien die Kontrollen ohnehin obligatorisch.

Kleiner Grenzverkehr weiter möglich

Wer innerhalb eines Tages nach Polen oder Tschechien zum Einkaufen, Tanken oder Wandern fährt, kann dies weiterhin tun. Bei einem Auslandsaufenthalt von weniger als 24 Stunde sei kein Corona-Test erforderlich, so Uhlitzsch.

Quelle: MDR/stt/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Nachrichten | 01. August 2021 | 12:00 Uhr

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