Corona-Hilfen Beantragung von Härtefallhilfen ab sofort möglich

Eigentlich sollten schon Anfang Mai 2021 Gelder aus einem Härtefallfonds für sächsische Unternehmen und Selbstständige zur Verfügung gestellt werden, die bislang durch alle Raster von Corona-Hilfen gefallen sind. Nun geht das Proejkt an den Start - mit gut 14 Tagen Verzug.

Ein Hinweis, dass man aufgrund einer Entscheidung der Bundesregierung vorübergehend geschlossen habe, hängt an der Eingangstür eines Restaurants.
Wer von der Corona-Pandemie betroffen ist und noch kein anderes Hilfsprogramm in Anspruch nehmen konnte, kann sich um staatliche Härtefallhilfe bemühen. Bildrechte: dpa

Ab sofort können auch in Sachsen die sogenannten Härtefallhilfen beantragt werden. Darauf hat das sächsische Wirtschaftsministerium verwiesen. Das Programm ziele auf Unternehmen und Selbstständige, die aus den bisherigen Corona-Hilfsprogrammen des Bundes ausgeschlossen und durch die Krise in eine existenzbedrohende wirtschaftliche Lage geraten sind. Wirtschaftsminister Martin Dulig sagte: "Damit haben wir endlich die Möglichkeit, auch den Unternehmen und Selbstständigen zu helfen, die aufgrund besonderer Umstände noch keine Unterstützung erhalten haben."

Betroffene können Antrag nicht selbst stellen

Der SPD-Politiker nennt mögliche Empfänger der Hilfe: "Ein möglicher Härtefall wäre zum Beispiel, dass der im Programm Überbrückungshilfe erforderliche Umsatzrückgang nicht dargestellt werden kann, weil das Unternehmen im Jahr 2019 nach einem Brand oder wegen Renovierung lange Zeit geschlossen war. Oder weil der Selbstständige lange krank war oder wegen Elternzeit nicht gearbeitet hat."

Anträge auf Härtefallhilfe können laut SAB ausschließlich durch einen vom Antragstellenden beauftragten Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigten Buchprüfer, Steuerbevollmächtigten oder Rechtsanwalt eingereicht werden. Ursprünglich sollte die Härtefallhilfe bereits Anfang Mai starten. Weil die vom Bund initiierte Plattform zur Beantragung nicht rechtzeitig fertig wurde, hat sich das Projekt verzögert.

Gut 37 Millionen Euro vom Land plus selbe Summe vom Bund


Sachsen stellt den Angaben zufolge gut 37 Millionen Euro für die Unternehmen zur Verfügung, derselbe Betrag kommt noch einmal vom Bund. Pro Unternehmen könnten bis zu 100.000 Euro bewilligt werden, hatte Dulig Ende April gesagt. Es werde nicht mit einer Flut von Anträgen gerechnet, prognostizierte der Minister damals.

Quelle: MDR/lam/epd

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 18. Mai 2021 | 19:00 Uhr

0 Kommentare

Mehr aus der Landespolitik

Mehr aus Sachsen