Bildung und Corona So soll der Start ins neue Schuljahr in Sachsen aussehen

Die Sommerferien in Sachsen sind gerade eine Woche alt, aber im Kultusministerium wird schon für den Beginn des neuen Schuljahres geplant. Tests und Masken spielen wegen der Corona-Pandemie demnach weiter eine wichtige Rolle. Schulschließungen sind aber auch bei hohen Inzidenzen nicht mehr vorgesehen.

Eine Lehrerin mit Maske erklärt Schülern etwas.
Auch das neue Schuljahr steht im Zeichen der Corona-Pandemie. (Symbolbild) Bildrechte: imago images/Belga

Das sächsische Kultusministerium will mit zusätzlichen Maßnahmen für einen reibungslosen Start ins neue Schuljahr sorgen. Das wurde zum Ende der ersten Sommerferienwoche mitgeteilt. Demnach müssen sich bereits in der Vorbereitungswoche alle Lehrkräfte sowie das gesamte Schul- und Hortpersonal zweimal auf eine Corona-Infektion testen lassen. In den ersten beiden Schulwochen Anfang September gelte auch für alle Schülerinnen und Schüler eine zweimalige Testpflicht pro Woche. In Landkreisen und Großstädten mit einer Wocheninzidenz über 10 seien sogar drei Tests pro Woche vorgesehen. Für vollständig Geimpfte und Genesene soll die Testpflicht nicht gelten.

Die Maske wird wohl bleiben

Auch die Mund-Nasen-Bedeckungen werden wohl so schnell nicht aus dem Schulalltag in Sachsen verschwinden. In Regionen mit einer Inzidenz über 10 soll laut Kultusministerium zumindest in den ersten beiden Schulwochen eine generelle Maskenpflicht in den Gebäuden und Klassenräumen gelten. Lediglich die Grundschüler dürfen demnach ihre Masken zumindest während der Unterrichtsstunden abnehmen.

Nach strengem Auftakt wird es ein wenig lockerer

Corona Schnelltests in der Sporthalle einer Schule
An den Schulen soll es auf jeden Fall weiter Corona-Tests geben. Bildrechte: IMAGO / Reichwein

Nach der "Eingewöhnungsphase" will das Kultusministerium nach eigener Aussage wieder die bisherigen Regelungen für Schulen und Kitas anwenden. Dazu zählen eine Maskenpflicht ab einer Corona-Wochen-Inzidenz ab 35 - außer für Grundschüler im Unterricht - und eine allgemeine Testpflicht für alle, um die Gebäude betreten zu dürfen. Dabei soll in Kreisen und Großstädten mit einer Inzidenz über 10 zweimal wöchentlich getestet werden, in Regionen unter 10 einmal pro Woche. Auch hier müssen vollständig Geimpfte und Genesene nicht zum Stäbchen greifen.

Die Schulen bleiben offen

Ein wichtiger Punkt: Es soll keine Schulschließungen mehr geben, auch nicht bei einer möglichen vierten Corona-Welle. Das hat das Kultusministerium erneut bekräftigt. Bis zu einer Wocheninzidenz von 100 sei der normale Präsenzunterricht zulässig. Steigt der Wert höher, ist in Grund- und Förderschulen ein Unterricht in festen Klassen und Gruppen vorgesehen, in den weiterführenden Schulen ein Wechselunterricht.

Endgültige Entscheidung Mitte August

In Stein gemeißelt seien diese Regelungen aber noch nicht, betont das Kultusministerium. Sie würden erst mit der neuen Schul- und Kitabetriebseinschränkungsverordnung Mitte August endgültig beschlossen. Mindestens so lange wird wahrscheinlich auch unklar bleiben, ob die Pflicht zum Schulbesuch ab September wieder gilt oder vorerst ausgesetzt bleibt. Dann könnten weiter die Eltern entscheiden, ob sie das Ansteckungsrisiko in der Schule für ihre Kinder für zu hoch halten oder nicht.

Kritik an Ausnahmen für Geimpfte

Im Schulblog des Kultusministeriums fielen die Reaktionen auf die Pläne unterschiedlich aus. Die Maskenpflicht für Schüler stieß sowohl auf Zustimmung als auch Ablehnung. Überwiegend Kritik gab es dagegen an der geplanten Beschränkung der Testpflicht auf Ungeimpfte. Hier verwiesen mehrere Kommentatoren darauf, dass auch bei Geimpften und Genesenen immer noch zumindest ein Restrisiko bestehe, dass sie das Coronavirus an andere Menschen weitergeben.

Quelle: MDR/stt

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