Finanzhilfen Sachsen erhält 3,2 Milliarden Euro über Länderfinanzausgleich

Sachsen hat 3,2 Milliarden Euro über den Länderfinanzausgleich erhalten. Das ist die zweithöchste Summe nach Berlin. Pro Kopf betrachtet liegen andere Länder vorn. Wichtigste Geberländer bleiben Bayern, Baden-Württemberg und Hessen.

Markus Söder (CSU), wühlt einer Kiste mit 2-Euromünzen
Bayern - im Bild Ministerpräsident Markus Söder - gehört zu den Geberländern und ist mit neun Milliarden Euro größter Zahler. Bildrechte: dpa

Sachsen hat im vergangenen Jahr in absoluten Zahlen nach Berlin am meisten vom sogenannten Finanzkraftausgleich profitiert. Der Freistaat bekam gut 3,2 Milliarden Euro, 518 Millionen Euro mehr als im Vorjahr, wie aus einer Aufstellung des Bundes hervorgeht. Pro Einwohner waren das 797 Euro.

Bei Pro-Kopf-Berechnung profitiert Bremen am meisten

Bei der Pro-Kopf-Betrachtung liegen andere Bundesländer jedoch noch vor Sachsen: Größter Profiteur in dieser Rechnung ist Bremen mit 1.233 Euro pro Kopf. Es folgen Berlin (983 Euro), Sachsen-Anhalt (911), Thüringen (879) und Mecklenburg-Vorpommern (823).

Rheinland-Pfalz erstmal bei Geberländern

Das früher als Länderfinanzausgleich bezeichnete System der Umverteilung von finanzstarken zu armen Ländern umfasste 2021 gut 17,1 Milliarden Euro. Die drei südlichen Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg und Hessen schultern den Ausgleich weiter. Bayern bleibt mit rund neun Milliarden Euro der größte Zahler vor Baden- Württemberg (4 Mrd.) und Hessen (knapp 3,6 Mrd.). Weitere Geberländer sind Hamburg (230 Millionen Euro) und erstmals Rheinland-Pfalz (287).

Sparschwein 3 min
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Quelle: MDR (lam)/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | Nachrichten | 25. Januar 2022 | 14:00 Uhr

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