Personalzuwachs Sachsen bekommt bereits ab 2023 zusätzliche Polizisten

Nach Jahren des Stellenabbaus beschloss Sachsens Landesregierung vor fünf Jahren, dass wieder neue Polizistinnen und Polizisten eingestellt werden sollen. 1.000 zusätzliche Stellen wurden bis 2024 in Aussicht gestellt. Jetzt verkündete Innenminister Roland Wöller, dass dieses Ziel schon früher erreicht werde.

Junge Polizisten und Polizistinnen nehmen an der feierlichen Vereidigung in der Sachsen-Arena teil.
Junge Polizisten bei ihrer feierlichen Vereidigung in der Sachsen-Arena in Riesa. (Archivbild) Bildrechte: dpa

Die geplanten 1.000 zusätzlichen Stellen bei der sächsischen Polizei werden ein Jahr früher besetzt sein als geplant. Innenminister Roland Wöller (CDU) nannte Anfang 2023 als neuen Zeitpunkt. Er verwies darauf, dass allein dieses Jahr bereits 600 Polizeianwärterinnen und -anwärter übernommen worden seien. Das seien gut 200 mehr, als altersbedingt ausgeschieden sind. Zuerst hatte die "Leipziger Volkszeitung" (LVZ) darüber berichtet.

Meiste Stellen entstehen in Leipzig

Am meisten profitiert Wöller zufolge Leipzig von dem Personalzuwachs. Die Stadt gilt als Hochburg der Kriminalität im Freistaat. Probleme bereiten dort vor allem Delikte wie Raub, Körperverletzung und Bedrohungen, häufig im Zusammenhang mit Drogenkriminalität. Der Minister kündigte an, noch mehr Stellen bei der Polizei schaffen zu wollen. "Ich gehe davon aus, dass wir sogar noch mehr Beamte haben werden", sagte er der LVZ.

Sicherheitspaket vor fünf Jahren beschlossen

Die Zahl der sächsischen Polizisten war zwischen 2006 und 2016 von 12.046 auf 10.731 zusammengestrichen worden. Inzwischen sind es wieder 11.200. Sachsens Regierung hatte vor fünf Jahren in einem Sicherheitspaket beschlossen, bis 2024 zusätzlich 1.000 schaffen zu wollen.

Quelle: MDR/sth/stt/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Nachrichten | 23. September 2021 | 10:00 Uhr

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