Corona-Pandemie Sachsen stellt Prüfungserleichterungen für Abschlussklassen in Aussicht

In diesem Jahr ist für Schüler und Schülerinnen in Sachsen viel Präsenzunterricht aufgrund der Corona-Pandemie weggefallen. Ihre Chance auf einen vernünftigen Schulabschluss soll dadurch aber nicht geschmälert werden, verspricht der Kultusminister.

Eine Klasse voller Schüler bei der Prüfung
Wer dieses Jahr seine Abschlussprüfung ablegt oder das Abitur schreibt, soll keine Nachteile im Vergleich zu den vergangenen Jahrgängen erfahren. Bildrechte: colourbox

Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (CDU) hat in diesem Schuljahr Prüfungserleichterungen für die Abschlussklassen in Aussicht gestellt. Diejenigen, die in diesem Schuljahr ihre Abschlussprüfung schreiben, sollen ähnlich faire Bedingungen bekommen wie die beiden Vorgängerjahrgänge, kündigte Piwarz an. "Insofern muss sich da auch keiner Sorgen machen, dass da gerade beim Abschluss der Schüler oder die Schülerin benachteiligt wird."

97 Prozent der Absolventen im Freistaat hatten im vergangenen Schuljahr die Abschlussprüfung bestanden. Das war der gleiche Wert wie im Schuljahr vor der Pandemie. Der Notendurchschnitt an den sächsischen Gymnasien hatte sich sogar leicht verbessert. Sachsen hatte unter anderem die Vorbereitungs- und Prüfungszeit verlängert. Außerdem waren Themengebiete gestrichen worden.

Piwarz: Rückstände können aufgeholt werden

Piwarz sagte außerdem MDR SACHSEN, er sei weiter zuversichtlich, dass pandemiebedingte Rückstände beim Unterrichtsstoff aufgeholt werden könnten. So biete dafür das Bundesprogramm "Aufholen nach Corona" zusätzliche Angebote, die auch nachgefragt würden. Der Freistaat habe hier eine Servicestelle eingerichtet, um die Schulen bestmöglich zu begleiten. "Ich halte das schon für realistisch - mit den Flexibilitäten, die wir auch in einem Schuljahresablauf haben -, dass wir entstandene Rückstände Stück für Stück im Laufe dieses Schuljahres aufholen können", sagte der Minister.

Oliver Sachse steht dem Aufholen des Lehrstoffes, gerade in den Abschlussklassen, skeptischer gegenüber. Es ließe sich am Anfang des Schuljahres und Ende des Jahres noch nicht wirklich sagen, ob trotz Unterrichtsausfall und fehlender Lehrer ein fairer Abschluss erworben werden könne. "Wir hatten voriges Jahr schon ganz schön zu kämpfen, damit die Abschlussklassen einen ordentlichen Abschluss bekommen." Man müsse schauen, wie sich das Schuljahr entwickle, so Sachse.

Quelle: MDR/ma

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Nachrichten | 14. Oktober 2021 | 12:00 Uhr

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