Erste Reaktionen Kanzlerkandidatin Baerbock für Sachsens Grüne Aufbruchsignal

Annalena Baerbock
Die 40 Jahre alte Grünen-Politikerin Annalena Baerbock aus Potsdam geht als Kanzlerkandidatin in den Bundestagswahlkampf. Bildrechte: dpa

Bündnis90/Die Grünen gehen mit Annalena Baerbock als Kanzlerkandidatin in den Bundestagswahlkampf. Das sagte der Co-Parteichef der Grünen, Robert Habeck und kündigte an, den Wahlkampf voll unterstützen zu wollen. In Sachsen bewertete die Landesvorstandssprecherin der Grünen, Christin Furtenbacher, die Personalentscheidung in Berlin als Aufbruch: "Wir haben mit Annalena Baerbock und Robert Habeck ein hervorragendes Spitzenduo."

Wir beide wollten es, aber am Ende kann es nur eine machen.

Robert Habeck Co-Parteichef der Grünen zur Kandidatenentscheidung

Klar sei, dass die Partei "mit den beiden als Team und bundesweit als Bündnisgrüne gemeinsam in diesen Wahlkampf gehen". Das Ziel sei dabei "das Kanzler*innenamt".

Listenparteitag in Sachsen

Mit der Festlegung der Kanzlerkandidatin würden Entscheidungen nicht auf die lange Bank geschoben, so Furtenbacher. Am Sonnabend wollen die sächsischen Bündnisgrünen ihre Landesliste für die Bundestagswahl aufstellen. Auf Platz eins kandidiert Paula Piechotta aus Leipzig. Landesvorsitzende Furtenbacher wertet die Woche insgesamt als "sehr wegweisend" für ihre Partei, um "gut aufgestellt und geschlossen auf Bundesebene Historisches" erreichen zu können.

Hintergrund zu den Bündnisgrünen Die grüne Partei wurde 1980 in Karlsruhe gegründet. Bei der ersten gesamtdeutschen Bundestagswahl 1990 flogen die westdeutschen Grünen aus dem Parlament, während das aus der DDR-Bürgerrechtsbewegung hervorgegangene Bündnis 90 den Einzug schaffte.

1993 erfolgte der Zusammenschluss in Leipzig. Seit 1994 sitzt die Partei als Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag. Dort ist sie die kleinste Fraktion, nachdem sie 2017 auf 8,9 Prozent der Stimmen kam.

In Umfragen liegen die Grünen derzeit bei 20 bis 23 Prozent Wählerzustimmung.

Quelle: AFP

Zu Beginn des Bundesparteitags der Grünen sitzen Annalena Baerbock (r) und Robert Habeck, Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, auf der Bühne.
Lieferten sich lange Monate ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Spitzenkandidatur. Annalena Baerbock (rechts, 40) wurde als Kanzlerkandidatin nominiert. Ihr Co-Parteichef Robert Habeck (51) zieht im Wahlkampf-Team mit. Bildrechte: dpa

SPD-Seitenhieb auf Union

Der SPD-Vorsitzende Sachsens und Ostbeauftragter der SPD, Martin Dulig, twitterte nach Bekanntwerden der grünen Personalentscheidung: Der Unterschied zwischen SPD und Grünen auf der einen und CDU und CSU "bei der Klärung ihrer Kanzlerkandidatur auf der anderen Seite: Eintracht vs. Niedertracht".

Dulig bezog sich damit auf die andauernde Kandidatenentscheidung zwischen Armin Laschet (CDU) und Markus Söder (CSU).

Quelle: MDR/kk/Reuters/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | in den Nachrichten | 19. April 2021 | 13:00 Uhr

96 Kommentare

Lavendel vor 2 Wochen

@SGDHarzer66: Da haben sie aber fein vermieden auf die Frage von Mediator zu antworten, welche Poitikpossen der Günen sie da wohl meinen.... es müssen ja Dutzende sein wenn sie von "täglich" sprechen.

Da sie diese aber nicht mal auf Nachfrage benennen können sind sie nur ein weiterer Kommentator hier der inhaltsleere Worthülsen zum besten gibt und vermutlich nicht über die Grundzüge der Tagespolitik informiert ist.

"Grüüüüüün - schleeeechht" kann jeder blöken. Begründen warum das so sein soll, ist da schon schwieriger.

SZ Rentner vor 2 Wochen

@ Lavendel
Mir ist nicht bekannt das der Malermeister oder der ehemalige Lehramtsstudent wie sie schreiben jemals so einen Blödsinn von sich gegeben haben wie ihre Analena .

Gerd Mueller vor 2 Wochen

"Ich trete an für Erneuerung", verkündete Baerbock nach der Bekanntgabe der Entscheidung. "Für den Status Quo stehen andere." Sie wolle eine vorausschauende Politik machen, die etwas Neues wagt. "Mit diesem Auf-Sicht-Fahren kommen wir nicht weiter", so Baerbock."

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