Trend zum Arbeiten Immer mehr Sachsen arbeiten trotz Rente weiter

Ein älterer Herr arbeitet 2014 in einem mittelständischen Unternehmen für Maschinenbauteile
Immer mehr Rentner gehen in Sachsen noch arbeiten, obwohl sie die Regelarbeitsgrenze überscrhitten haben. (Symbolbild) Bildrechte: imago/Andreas Prost

Die Zahl der Rentner und Rentnerinnen mit sozialversicherungspflichtigen Jobs ist in Sachsen in den vergangenen zehn Jahren massiv gestiegen. Das berichtet die "Freie Presse" und verweist auf Zahlen der Bundesarbeitsagentur. Demnach waren Ende 2020 knapp 11.000 Menschen in Voll- oder Teilzeit tätig, obwohl sie die Regelarbeitsgrenze bereits überschritten hatten. Das sind 6.400 Menschen mehr als noch vor zehn Jahren. Es gebe einen Trend zum Arbeiten über das Rentenalter hinaus, hieß es.

Wollen oder müssen Sachsens Senioren arbeiten?

Die Gründe dafür reichen der Agentur zufolge von Freude an der Arbeit, über soziale Kontakte bis zum Aufbessern des Einkommens. Insgesamt beträgt der Anteil der Rentner an den Voll- und Teilzeitbeschäftigten aber nur 0,6 Prozent. Die meisten haben einen Minijob mit maximal 450 Euro Monatslohn. Damit ist beinahe jeder vierte geringfügig Beschäftigte in Sachsen im Rentenalter.

Susanne Schaper
Susanne Schaper von der Linksfraktion im Sächsischen Landtag fordert mit ihrer Partei die Einführung einer Mindestrente von 1.200 Euro. Bildrechte: Susanne Schaper

Linksfraktion fordert Mindestrente

Ein erheblicher Teil schufte, weil die Rente infolge von Niedriglöhnen oder etwa wegen horrender Beiträge zur privaten Krankenversicherung nicht ausreiche, kritisierte Susanne Schaper von der Linksfraktion im Sächsischen Landtag. Die Linke fordert eine Mindestrente von 1.200 Euro und will dafür alle Erwerbstätigen einbeziehen. Die gesetzliche Rentenversicherung müsse eine sichere Bank für alle sein, so Schaper.

Quelle: MDR/al/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Nachrichten | 02. August 2021 | 09:00 Uhr

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