Impfkampagne Sachsen bekommt 40.000 Biontech-Impfdosen nachgeliefert

Recherchen des MDR-Magazins exakt haben Mitte Mai aufgezeigt, dass Sachsen zu wenig Impfstoff geliefert bekommen hat - genau 27.556 Dosen fehlen derzeit. Daraufhin setzte sich Sozialministerin Petra Köpping (SPD) mit Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in Verbindung. Nun sollen Impfstoffdosen nach Sachsen nachgeliefert werden.

Eine Arzthelferin mit einem Impfstofffläschchen
Vom Impfstoff "Comirnaty" von Biontech hatte Sachsen zu wenig bekommen. Bildrechte: imago images/Wilhelm Mierendorf

Sachsen soll in dieser Woche noch rund 40.000 Impfdosen von Biontech nachgeliefert bekommen. Das habe der Bund angekündigt, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. Der Freistaat erhält die Impfdosen als Ausgleich, weil die sächsischen Arztpraxen vom Großhandel mit weniger Impfstoff beliefert wurden, als ihnen jetzt schon zusteht. Vor allem das Präparat von Biontech war davon betroffen.

Köpping: Sachsen ist auf Zusatzlieferung angewiesen

Gesundheitsministerin Petra Köpping zeigte sich erfreut, dass die Bundesregierung nach dem Brief an Gesundheitsminister Jens Spahn schnell reagiert habe. "Wir sind dringend auf diese Zusatzlieferungen angewiesen, viele Menschen warten auf einen Impftermin", sagte sie. In Sachsen wurden bisher mehr als 2,2 Millionen Impfdosen verabreicht. Als vollständig geimpft gelten bisher 19,5 Prozent der Menschen. Mit dieser Quote liegt der Freistaat derzeit im bundesweiten Vergleich auf dem zweiten Platz, knapp hinter Bremen.

Quelle: MDR/sth/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Nachrichten | 27. Mai 2021 | 16:00 Uhr

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