1. Mai Live-Ticker zu Demonstrationen in Sachsen

Traditionell veranstalten am 1. Mai die Geschwerkschaftsbünde in Sachsen Kundgebungen. Wegen der Corona-Krise nutzten dieses Mal auch rechte Parteien, linke Bündnisse und andere Bewegungen den Tag der Arbeit, um zu protestieren. Wir halten Sie über das aktuelle Demonstrationsgeschehen in unserem Ticker auf dem Laufenden.

Viele Autos und Menschen sind an einem Parkplatz versammelt.
Bildrechte: LN

20:52 Uhr | Tickerende

Der 1. Mai 2021 ist fast vorüber. An dieser Stelle schließen wir unseren Ticker und wünschen Ihnen einen schönen Abend. Lesen Sie hier die Zusammenfassung des Tages:

20:27 Uhr | Zehn Anzeigen bei Kundgebung in Großschönau

Bei der Kundgebung in Großschönau hat die Polizei gegen zehn Personen Ordnungswidrigkeitenanzeigen erstattet, weil sie keine Mund-Nasen-Bedeckung getragen haben. Eine legte zwar ein Attest zur Befreiung vor, das jedoch offenbar gefälscht war. Die Polizisten fertigten daraufhin eine Strafanzeige. Ein Großteil der Anwesenden beachtete laut Polizei aber die geltenden Bestimmungen.

20:22 Uhr | Polizeidirektion Zwickau zieht Bilanz

Im Zusammenhang mit dem Einsatz am 1. Mai hat die Polizeidirektion Zwickau elf Straftaten und 48 Ordnungswidrigkeiten registriert. Zudem wurden sechs Platzverweise erteilt und 441 Identitätsfeststellungen durchgeführt. In Zwickau und Plauen waren rund 700 Beamte im Einsatz.

20:04 Uhr | Gegendemo in Chemnitz zu Ende

In Chemnitz ist nun auch die Gegenkundgebung beendet. Die Polizei ist weiterhin im Stadtgebiet präsent, um ein Aufeinandertreffen der beiden Lager zu verhindern.

Teilnehmer einer linken Demonstration protestieren gegen eine Kundgebung der Partei Freie Sachsen am Karl-Marx-Monument in Chemnitz
Bildrechte: dpa

19:55 Uhr | Der Tag in Bildern

Zum Start in den Mai gab es in Sachsen zahlreiche Demonstrationen. In einer Bildergalerie haben wir für Sie die Fotos des Tages noch einmal übersichtlich zusammengefasst.

Bildergalerie Das war der 1. Mai in Sachsen

Polizeieinsatz im Zwickauer Schwanenteichpark
Zwickau In Zwickau waren Versammlungen verboten. Die Polizei kontrollierte die Einhaltung des Verbots und... Bildrechte: Ralph Köhler
Polizeieinsatz im Zwickauer Schwanenteichpark
Zwickau In Zwickau waren Versammlungen verboten. Die Polizei kontrollierte die Einhaltung des Verbots und... Bildrechte: Ralph Köhler
Polizeieinsatz im Zwickauer Schwanenteichpark
Zwickau ... setzte es konsequent um. Im Schwanenteichpark versuchten Teilnehmer der rechten Szene, das Verbot zu umgehen. Bildrechte: Ralph Köhler
Polizeieinsatz Zwickau - mehrere Polizisten sind in einem Park
Zwickau Die Polizei unterband die Aktion und schrieb rund 30 Anzeigen. Die meisten wegen des Verstoßes gegen die Corona-Schutzverordnung, in drei Fällen aber auch wegen des Zeigens des Hitlergrußes. Bildrechte: Ralph Köhler
Menschen demonstrieren am 1. Mai in Leipzig
Leipzig In Leipzig gab es mehrere Veranstaltungen. So hatte unter anderem der DGB zu einem Fahrradkorso eingeladen. Bildrechte: MDR/Tim Wagner
Demo auf Simsonplatz in Leipzig
Leipzig Das Bündnis "Leipzig nimmt Platz" hatte zu einem Protest auf dem Simsonplatz aufgerufen. Rund 1.000 Menschen demonstrierten hier unter dem Motto "Erster Mai - Nazifrei". Die rechtsextreme Kleinpartei "III. Weg" durfte ihre Versammlung in Leipzig nicht abhalten. Bildrechte: Tim Wagner
Menschen demonstrieren am 1. Mai in Leipzig
Leipzig Vor dem BVG gab es auch musikalische Beiträge. Bildrechte: MDR/Tim Wagner
Rede von Sachens DGB-Chef in Leipzig.
Leipzig Auf dem Markt in Leipzig gab es eine Kundgebung des DGB Sachsen, auf der Landesvorsitzender Markus Schlimbach mehr Investitionen nach der Corona-Pandemie forderte. Bildrechte: MDR/Roland Kühnke
Polizei geht gegen Protest auf der Karl-Liebknecht-Straße in Leipzig vor.
Leipzig Nachdem sich aus den Teilnehmern des Protestes am Simsonplatz rund 200 Menschen zu einer unerlaubten mobilen Kundgebung aufgemacht hatten, schritt die Polizei ein. Bildrechte: Tim Wagner
Protestgruppen am Völkerschlachtdenkmal in Leipzig
Leipzig Abschlusskundgebung von "Leipzig nimmt Platz" am Völkerschlachtdenkmal. Bildrechte: Eric Pannier
Menschen stehen mit Plakaten vor dem Karl-Marx-Kopf in Chemnitz.
Chemnitz In Chemnitz gab es ebenfalls eine Veranstaltung des DGB zum 1. Mai. Bildrechte: AV Chemnitz
Der Deutsche Gewerkschaftsbund begeht den Internationalen Tag der Arbeit unter anderem mit einer Kundgebung am Karl-Marx-Kopf.
Chemnitz Hauptforderung war mehr Solidarität in der Corona-Pandemie und Lohngerechtigkeit. Bildrechte: Harry Härtel
Susanne Schaper (Die Linke) Fraktinschefin im Chemnitzer Stadtrat und Landtagsabgeordnete, mit einem Plakat 'Solidarität ist Zukunft'
Chemnitz Auch die Linke-Landtagsabgeordnete Susanne Schaper beteiligte sich an dem Protest. Sie wolle den öffentlichen Raum nicht rechten Kräften überlassen, sagte sie. Bildrechte: MDR/Thomas Friedrich
Im Umfeld des Chemnitzer Karl-Marx-Kopfes hat es am Sonnabend Demonstrationen gegeben
Chemnitz Die rechtsextremen "Freien Sachsen" hatten am Abend zu einer Kundgebung vor dem Karl-Marx-Monument aufgerufen. Bildrechte: ChemPic
Anhänger der rechtsextremen Partei Der III. Weg auf einer Kundgebung der Partei Freie Sachsen am Karl-Marx-Monument in Chemnitz
Chemnitz Daran hatten sich rund 200 Menschen beteiligt. Bildrechte: dpa
Teilnehmer einer linken Demonstration protestieren gegen eine Kundgebung der Partei Freie Sachsen am Karl-Marx-Monument in Chemnitz
Chemnitz Etwa genauso viele Gegendemonstranten fanden sich ein. Bildrechte: dpa
Demonstranten vor einer Kaserne
Frankenberg Vor der Wettiner-Kaserne in Frankenberg demonstrierte die Partei Die Linke gegen militärische Aufrüstung. Bildrechte: ChemPic
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18:52 Uhr | Linken-Chefin bei Mai-Kundgebung in Dresden

Prominente Unterstützung erhielten die sächsischen Linken bei ihrer Kundgebung in Dresden. Auf dem Alaunplatz richtete die Bundesvorsitzende Janine Wissler ein Grußwort an die Teilnehmer. Sie forderte mehr Solidarität in der Corona-Pandemie und eine größere Aufmerksamkeit für Bevölkerungsgruppen mit geringen Einkommen. Wissler kritisierte die anhaltend unfaire Verteilung von Löhnen im Vergleich zwischen Pflegekräften und Dax-Vorständen. "Arme Menschen trifft die Krise am härtesten", so Wissler, die zugleich auch noch einmal an die prekäre Lage von Minijobbern erinnerte.

18:41 Uhr | Chemnitz: Maximale Teilnehmerzahl erreicht, Polizei riegelt ab

Nach Polizeiinformationen ist bei den Chemnitzer Demonstrationen die maximale Teilnehmerzahl erreicht. Der Zugang zu den Bereichen wird daher eingeschränkt. Weitere Personen werden abgewiesen.

Im Umfeld des Chemnitzer Karl-Marx-Kopfes hat es am Sonnabend Demonstrationen gegeben
Bildrechte: ChemPic

18:38 Uhr | Demonstrationen auch in Chemnitz

In Chemnitz gibt es heute ebenfalls Demonstrationen. Nach dem Verbot eines Aufzugs im Erzgebirge darf die Kleinstpartei "Freie Sachsen" demonstrieren. Erlaubt sind maximal 200 Teilnehmer. Das Bündnis "Chemnitz nazifrei" protestiert in unmittelbarer Nähe dagegen. Aufgrund der Kundgebungen ist die Brückenstraße für Fahrzeuge gesperrt. Der ÖPNV ist nicht betroffen.

18:25 Uhr | Fahrradkorso zum Connewitzer Kreuz

Nach der Abschlusskundgebung hat das Aktionsbündnis "Leipzig nimmt Platz" bei der Versammlungsbehörde einen Fahrradkorso vom Völkerschlachtdenkmal zum Connewitzer Kreuz angemeldet. Dieser wurde durch die Versammlungsbehörde bestätigt. Der Startschuss fiel um 18 Uhr.

18:24 Uhr | Polizei unterbindet Pyrotechnik bei Abschlusskundgebung

Am Rande der Abschlusskundgebung von "Leipzig nimmt Platz" am Völkerschlachtdenkmal wurde Pyrotechnik gezündet. Wie die Polizei mitteilte, nimmt sie deshalb vor Ort die Personalien der Verursacher auf. Die Polizei bittet die Teilnehmenden, auf das weitere Abbrennen von Pyrotechnik zu verzichten.  

18:12 Uhr | Autokorsos treffen zu Abschlusskundgebung in Großschönau ein

Mit Sirenen, Transparenten und Fahnen trafen am Sonnabend mehrere Autokorsos aus Dresden, Kamenz, Bautzen und Görlitz in Großschönau in der Oberlausitz ein. Nach Reporterangaben kamen reichlich 500 Teilnehmende auf dem Schützenhausplatz zusammen, um gegen die Corona-Maßnahmen zu demonstrieren. Die Polizei begleitete die Demonstration. Viele Teilnehmer trugen den Schilderungen des Reporters zufolge keinen Mund-Nasen-Schutz und hielten den Mindestabstand nicht ein.

Aus mehreren Orten - wie Dresden, Sebnitz, Bautzen - starteten Autokorso unter dem Motto "Autokorso zur Wiederherstellung der Demokratie und Grundrechte" nach Großschönau.
Bildrechte: xcitepress

Aus mehreren Orten - wie Dresden, Sebnitz, Bautzen - starteten Autokorso unter dem Motto "Autokorso zur Wiederherstellung der Demokratie und Grundrechte" nach Großschönau.
Bildrechte: LN

17:50 Uhr | Landrat des Vogtlandkreises: Demo lässt sich nicht verhindern

Nach der Mai-Demonstration des rechtsextremen III. Weges in Plauen hat der Landrat des Vogtlandkreises, Rolf Keil, noch einmal dargelegt, warum sich die Kundgebung nicht verhindern ließ.

Rolf Keil (CDU), Landrat vom Vogtlandkreis
Bildrechte: dpa

Leider ist der III. Weg eine zugelassene Partei. Sie ist nicht verboten, und damit hat sie auch einen Rechtsanspruch, den wir nicht zu hundert Prozent verhindern können.

Rolf Keil Landrat des Vogtlandkreises

Aufgrund des Verbots in Zwickau habe man befürchtet, dass sich die Demonstration in Plauen massiv konzentrieren werde. Allerdings habe der III. Weg nur 22 Teilnehmer in der Spitze gehabt, während die Kundgebung des DGB 35 und das Bündnis für Demokratie 43 Demonstranten zählte. "So wie wir das dieses Jahr angefasst haben, ist das für uns trotzdem akzeptabel", so Keil.

17:30 Uhr | Gruppe der Linkspartei protestiert vor Frankenberger Kaserne

Die Landesarbeitsgemeinschaft Deutsch-Russische Freundschaft der Linkspartei hat anlässlich des 1. Mai's vor der Wettiner-Kaserne in Frankenberg protestiert. Die Veranstaltung stand unter dem Motto: "Protest gegen die Kriegstreiberei der USA und der Ukraine gegen Russland." Der Protest richtete sich insbesondere gegen das in diesem Jahr erneut stattfindende Großmanöver "Defender 2021", bei dem die US-Armee Truppenverlegungen in Europa probt.  

Demonstranten vor einer Kaserne
Bildrechte: ChemPic

17:07 Uhr | 31 Anzeigen nach Versammlung am Schwanenteich in Zwickau

28 Personen, die sich am Sonnabend am Schwanenteich in Zwickau versammelt haben, erhalten eine Anzeige. Wie die Polizei mitteilte, haben die Teilnehmer gegen die Sächsische Corona-Schutzverordnung verstoßen und sich unzulässig als Gruppe versammelt. Eine Strafanzeige erhielten zudem drei Tatverdächtige, nachdem diese den Hitlergruß gezeigt haben.

Polizeieinsatz Zwickau - mehrere Polizisten sind in einem Park
Bildrechte: Ralph Köhler

16:59 Uhr | 200 Menschen bei DGB-Kundgebung in Chemnitz

Knapp 200 Menschen sind am Sonnabend zur traditionellen Maikundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Chemnitz gekommen. Dort wurden unter anderem Kirchen und Politiker kritisiert. "Die katholische Kirche hat verhindert, dass die Pflegekräfte angemessen bezahlt werden", sagte Daniel Herold, Verdi-Geschäftsführer des Bezirks Sachsen West-Ost-Süd. Auch die Parteien hätten an Glaubwürdigkeit verloren, sagte er.

16:42 Uhr | Abschlusskundgebung von "Leipzig nimmt Platz" am Völkerschlachtdenkmal

Zur Abschlusskundgebung des Aktionsbündnisses "Leipzig nimmt Platz" haben sich nach Polizeiangaben rund 1.000 Menschen vor dem Völkerschlachtdenkmal versammelt.

Protestgruppen am Völkerschlachtdenkmal in Leipzig
Bildrechte: Eric Pannier

15:44 Uhr | Leipziger Polizei ermittelt wegen Landfriedensbruchs

Nachdem Demonstranten auf der Karl-Liebknecht-Straße in Leipzig Polizisten attackiert haben sollen, hat die Polizei Ermittlungen wegen Landfriedensbruchs eingeleitet. Derzeit nehmen die Beamten nach eigenen Angaben von einem Dutzend Personen die daten auf.

15:35 Uhr | Polizei weist rechte Demonstranten zurück

Im Zuge des Demonstrationsgeschehns in Leipzig hat die Polizei bereits präventiv gegen rechte Demonstranten durchgegriffen. So wurden nach Polizeiangaben 300 Autos auf Zufahrtsstraßen in die Messestadt gestoppt und 20 Fahrzeuge zurückgewiesen. Ähnliches Bild am Hauptbahnhof, wo laut Bundespolizei fünf Gruppen sofort wieder die Rückreise antreten mussten.

15:25 Uhr | Polizei verhindert Ansammlung auf der Rosenwiese in Zwickau

Polizei und Protestgruppen spielen in Zwickau offenbar Katz und Maus. Die Beamten unterbinden alle Ansammlungen umgehend. Auf der Rosenwiese gab es jetzt einen größeren Einsatz. Dort hatten sich 25 Leute versammelt. Von ihnen wurden die Personalien aufgenommen und Anzeigen gefertigt. Über der Stadt kreist ein Hubschrauber.

Polizeieinsatz im Zwickauer Schwanenteichpark
Bildrechte: Ralph Köhler

15:09 Uhr | Leipziger Aktionsnetzwerk bringt 1.000 Teilnehmende auf die Straße

Reichlich 1.000 Teilnehmende haben sich in Leipzig auf dem Simsonplatz an der Demonstration des Aktionsnetzwerkes "Leipzig nimmt Platz" beteiligt. Die Kundgebung stand unter dem Motto "1. Mai nazifrei". Es gab Redebeiträge und Musik.

Demo auf Simsonplatz in Leipzig
Bildrechte: Tim Wagner

15:02 Uhr | 600 Polizisten in Plauen vor Ort

Bei den Demonstrationen in Plauen sind nach MDR-Reporterangaben 600 Polizisten im Einsatz, während es in Zwickau 170 sind. Bisher gab es in beiden Städten keine Zwischenfälle. Die Lage ist ruhig, teilte die Polizei mit.

14:40 Uhr | Großaufgebot der Polizei in Zwickau

In Zwickau ist die Polizei mit einem Großaufgebot vor Ort, um das Verbot der Kundgebung des III. Weges durchzusetzen. Einem Reporter zufolge gibt es Hinweise, dass die sogenannte Bürgeroffensive Meerane illegale Aktionen plant. Die Polizei kündigte im Vorfeld an, das Verbot durchzusetzen. Zwei Gruppen wurden bereits aufgelöst - darunter eine Gruppe von Jugendlichen. Bei der anderen Gruppe soll es sich um Anhänger der Meeraner Bürgeroffensive handeln. Die Polizei teilte auf Twitter mit, dass elf Anzeigen gefertigt wurden. Außerdem wurden Platzverweise ausgesprochen.

14:25 Uhr | Polizeieinsatz an Karl-Liebknecht-Straße in Leipzig

An der Ecke Karl-Liebknecht-Straße/Ecke Gustav-Freitag-Straße in Leipzig ist der Verkehr durch einen Polizeieinsatz unterbrochen. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort. Wie die Polizei auf Twitter mitteilte, hatten sich rund 200 Personen in Richtung Süden bewegt. Um diesen nicht erlaubten Aufzug zu stoppen, seien Einsatzkräfte dorthin geschickt worden. Dabei seien aus den Reihen der Demonstranten auch Pyrotechnik und andere Gegenstände auf die Polizistinnen und Polizisten geworfen worden.

Polizei geht gegen Protest auf der Karl-Liebknecht-Straße in Leipzig vor.
Bildrechte: Tim Wagner

14:12 Uhr | 30 Teilnehmende bei Kundgebung des III. Weges in Plauen

Etwa 30 Teilnehmende haben nach Angaben eines MDR-Reporters an der Demonstration des sogenannten III. Weges in Plauen teilgenommen. Das sächsische Oberverwaltungsgericht in Bautzen hatte in der Nacht zum Sonnabend einer Beschwerde der rechtsextremen Kleinpartei stattgegeben und die Kundgebung erlaubt. Maximal 125 Menschen durften demnach teilnehmen. Der Vogtlandkreis hatte die Kundgebung ursprünglich untersagt.

Tatsächlich bin ich entsetzt, dass das Oberverwaltungsgericht diese Demonstration genehmigt hat. Wir haben hier eine Außenwirkung, die weit in das Land hinausstrahlt, die unserer Stadt Plauen einen Stempel wieder regelrecht aufdrückt, mit dem wir nicht leben wollen.

Steffen Zenner 1. Stellvertreter des Oberbürgermeisters von Plauen*

Er sei dankbar, dass sich der DBG und das "Bündnis für Demokratie" kurzfristig entschieden hätten, eine Gegendemonstration zu organisieren.

*Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version hatten wir Herrn Zenner irrtümlich als amtierenden Oberbürgermeister in Plauen bezeichnet. Das haben wir korrigiert. Steffen Zenner ist Bürgermeister des Geschäftsbereiches I der Stadtverwaltung Plauen. Am 1. Mai 2021 war er auf Grund der Abwesenheit unseres Bürgermeisters als 1. Stellvertreter in Verantwortung für die Stadt Plauen vor Ort.

Anhänger der Gruppe der III. Weg bereiten sich auf ihre Demo in Plauen vor.
Bildrechte: MDR/Bernd Schädlich

14:02 Uhr | Sachens DGB-Chef Schlimbach fordert Investitionen

Sachsens DGB-Vorsitzender Markus Schlimbach hat auf der Mai-Kundgebung in Leipzig eine Investitionsoffensive des Freistaates für die Zeit nach Corona gefordert. Ob Bildung, Digitalisierung, soziale Absicherung, Gesundheitsschutz oder europäische Zusammenarbeit – man brauche Investitionen in die Zukunft Sachsens und keine Sparpolitik, so Schlimbach.

Rede von Sachens DGB-Chef in Leipzig.
Bildrechte: MDR/Roland Kühnke

13:40 Uhr | Autokorso steuert Wohnort des Ministerpräsidenten an

Unter dem Motto "Autokorso zur Wiederherstellung der Demokratie und Grundrechte" haben sich am Sonnabend zahlreiche Autofahrer auf der Pieschener Allee in Dresden eingefunden. Wie die Stadt mitteilte, nehmen 100 Fahrzeuge daran teil. Ziel der Protestfahrt ist Großschönau in der Oberlausitz, dem Wohnort von Ministerpräsident Kretschmer. Der Ort sei symbolisch gewählt worden, teilten die Organisatoren mit. Allerdings fahre man nicht zum Haus des Ministerpräsidenten. Gegner der Corona-Maßnahmen hatten Ministerpräsident Michael Kretschmer dort im Januar beim Schneeschieben verbal attackiert.

Ein Autokorso macht sich von Dresden aus auf den Weg nach Großschönau.
Gegen Mittag sammelten sich die Teilnehmer des Autokorsos auf der Pieschener Allee. Bildrechte: MDR/Romy Heinrich

13:22 Uhr | DGB-Kundgebung am Nischel in Chemnitz

Der Deutsche Gewerkschaftsbund begeht den Internationalen Tag der Arbeit unter anderem mit einer Kundgebung am Karl-Marx-Kopf.
Bildrechte: Harry Härtel

Der Deutsche Gewerkschaftsbund in Sachsen begeht den Internationalen Tag der Arbeit mit einer Mischung aus digitalen und Präsenzveranstaltungen. In Chemnitz gibt es eine Kundgebung am Karl-Marx-Kopf. DGB-Landeschef Markus Schlimbach sagte, die Gewerkschaften würden auch unter Corona-Bedingungen zeigen, dass sie für die Menschen aktiv seien. Der DGB hat den diesjährigen Maifeiertag unter das Motto "Solidarität ist Zukunft" gestellt.

12:29 Uhr | Polizei kontrolliert Zugang zu rechtsextremer Demo in Plauen

Nach der Zulassung einer Demonstration der rechtsextremen Partei III. Weg in Plauen hat die Polizei angekündigt, die Auflagen für die Versammlung strikt durchzusetzen. Es sei das Ziel, nicht mehr als die erlaubten 125 Teilnehmer zu der Kundgebung zu lassen, sagte Polizeisprecher Jan Meinel. Dafür wurde der Versammlungsort mit Absperrungen umgrenzt. An den Zufahrtsstraßen nach Plauen gab es Polizeikontrollen.

Der zuständige Vogtlandkreis hatte die Demo des III. Weges ursprünglich verboten. Das sächsische Oberverwaltungsgericht in Bautzen entschied in der Nacht jedoch, dass das Verbot hinfällig ist.

12:16 Uhr | Hunderte versammeln sich vor Leipziger Bundesverwaltungsgericht

In Leipzig haben sich einige hundert Menschen auf dem Simsonplatz vor dem Bundesverwaltungsgericht versammelt. Hier hat das Aktionsnetzwerk "Leipzig nimmt Platz" zu einer Kundgebung aufgerufen.

Menschen treffen sich auf dem Simsonplatz in Leipzig
Das Aktionsnetzwerk "Leipzig nimmt Platz" hat zu einer Demo vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig aufgerufen. Bildrechte: MDR SACHSEN

12:00 Uhr | Fahrradkorso in Leipzig

Zahlreiche Menschen sind dem Aufruf des DGB Sachsen zu einem Fahrradkorso gefolgt. Er führt vom Clara-Zetkin-Park über die Volkshochschule und dem Uniklinikum zum Markt.

Menschen demonstrieren am 1. Mai in Leipzig
Bildrechte: MDR/Tim Wagner

11:34 Uhr | Demo der Partei "Freie Sachsen" in Chemnitz

Nach dem Verbot eines Aufzugs im Erzgebirge darf die Kleinstpartei "Freie Sachsen" heute Abend in Chemnitz demonstrieren. Erlaubt sind nach Angaben der Stadt maximal 200 Teilnehmer mit Abstand und Maske.

Die Partei hatte ursprünglich am 1. Mai mit 500 Teilnehmern in Aue demonstrieren wollen. Der Erzgebirgskreis verbot die Versammlung jedoch wegen des Infektionsschutzes und der hohen Corona-Zahlen in der Region. Die Partei "Freie Sachsen" hat sich im Winter formiert. Der Vorsitzende ist Martin Kohlmann, zuvor Mitgründer der rechtsextremen Vereinigung "Pro Chemnitz".

10:15 Uhr | III. Weg darf in Plauen demonstrieren

Die rechtsextreme Kleinpartei III. Weg darf heute in Plauen mit maximal 125 Teilnehmern demonstrieren. Das hat das sächsische Oberverwaltungsgericht (OVG) in Bautzen in der Nacht entschieden. Aus Sicht des OVG hat der Vogtlandkreis nicht begründen können, warum die Partei nicht in der Lage sein soll, eine Versammlung unter Beachtung der Corona-Regeln durchzuführen. Es sei nicht belegt, dass die Anmeldung der Demo unzuverlässig sei. Auch die Prognose, dass mit mehreren Hundert Teilnehmern zu rechnen sei, sei nicht belegt. Der III. Weg habe bestätigt, "dass er keine überregionale Werbung betrieben habe".

Verboten bleibt dagegen ein Aufmarsch des III. Wegs in Leipzig. In diesem Fall folgte das OVG der Auffassung der Stadt Leipzig, dass die Versammlung wegen des Infektionsschutzes nicht vertretbar sei. Für den Aufzug in Leipzig sei in den sozialen Medien überregional geworben worden.

09:00 Uhr | DGB-Veranstaltungen am Tag der Arbeit

Zum zweiten Mal findet der Internationale Tag der Arbeit im Schatten der Corona-Pandemie statt. Für den DGB in Sachsen ist es aber wichtig, gerade in dieser Krise Flagge zu zeigen und auf den Wert der Arbeit hinzuweisen.

08:43 Uhr | Pyrotechnik gezündet und Mülltonnen angebrannt

Im Vorfeld des 1. Mai hat es in Leipzig bereits erste Proteste gegeben. Wie die Polizei mitteilte, zog gestern gegen 20:45 Uhr eine Gruppe von reichlich 100 Teilnehmenden Richtung Reudnitzer Park. Dabei wurden den Angaben zufolge Pyrotechnik gezündet sowie Mülltonnen auf die Straße gestellt.

Am Vorabend des 1. Mai zog in Leipzig ein unangemeldeter Demonstrationszug durch die Straßen. Vermummte Demonstranten halten ein Transparent in den Händen und zünden Pyrotechnik.
Bildrechte: Tim Wagner

Quelle: MDR/ma/dpa/epd

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