Regelung Sachsen verzichtet auf Tollwut-Quarantäne für Tiere aus der Ukraine

Die Ukraine gilt als Tollwut-Risikogebiet. Deshalb mussten die Haustiere von Geflüchteten in Sachsen bisher immer 21 Tage in Quarantäne. Jetzt hat das Sozialministerium diese Quarantäne gestrichen. Grund ist eine veränderte Bewertung der Gefahr.

In Sachsen müssen die Tiere der Geflüchteten aus der Ukraine nicht mehr zwingend in Quarantäne - vorausgesetzt sie haben vorher einen Tierarzt gesehen. Bildrechte: dpa

Sachsen verzichtet auf die 21-tägige Tollwut-Quarantäne für Tiere aus der Ukraine. Das teilte das Sozialministerium auf Anfrage von MDR SACHSEN mit. Grund sei eine neue Einschätzung des Friedrich-Löffler-Instituts, einer Forschungseinrichtung des Bundes für Tiergesundheit. Demnach liege die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Hund zum Zeitpunkt des Grenzübertrittes in der Inkubationsphase befindet, bei 1:300.000, hieß es. Dieses extrem niedrige Risiko gilt laut Ministerium für ungeimpfte Hunde. Bei geimpften Hunden ist die Gefahr den Angaben zufolge weitgehend zu vernachlässigen. Voraussetzung für den Wegfall der Quarantäne ist ab sofort, dass die Tiere zuvor von einem Tierarzt bezüglich Tollwut untersucht worden sind.

In Flüchtlingsunterkünften weiterhin verboten

Bisher mussten die Tiere für die Zeit der Quarantäne grundsätzlich ins Tierheim oder in eine zugelassene Pflegestelle. Trotz der veränderten Quarantäneregeln sind sie in den Flüchtlingsunterkünften laut Landesdirektion aus "Gründen der Sicherheit und Hygiene" weiterhin untersagt.

MDR (sth)

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