Schwimmbäder Sparmaßnahme - Dresdner Bäder senken Temperaturen

In den Wasserbecken der Dresdner Bäder wird es frisch. Wegen der deutlich gestiegenen Energiepreise werden die Temperaturen in der Luft und in den Becken gesenkt. In anderen sächsischen Schwimmhallen ist das bislang noch kein Thema.

blaues Wasser einer Schwimmhalle
Weniger warmes Wasser - Dresdner Bäder wollen Energiekosten sparen. Bildrechte: Colourbox.de

Die Dresdner Bäder haben wegen gestiegener Energiekosten beschlossen, die Wasser- und Lufttemperatur um ein Grad zu senken, wie Sprecher Lars Kühl mitteilte. Die Schwimmbecken in Dresden seien im Schnitt mindestens 26 Grad warm. Unverändert blieb das Kinderplanschbecken.

In den Leipziger Sportbädern ist bislang nichts an den Temperaturen verändert worden. Für die Zukunft sei das jedoch nicht ausgeschlossen, teilte Sprecherin Katja Gläß mit.

Der Ukraine-Krieg und dessen Auswirkungen auf den weltweiten Energiemarkt treffen uns sehr empfindlich.

Lars Kühl Dresdner Bäder-Sprecher

Die Dresdner Bäder schätzen, dass ein Grad weniger je nach Objekt bis zu zehn Prozent Einsparungen bringe. Wasser- und Lufttemperatur hätten einen "maßgeblichen Einfluss auf die Energiekosten", erklärte auch die Leipziger Sportbäder-Sprecherin Gläß.

Ein Stromzähler zeigt die verbrauchten Kilowattstunden an
Geringere Wassertemperaturen bringenSchwimmbädern Einsparungen. Bildrechte: dpa

Die Schwimmbecken in Leipzigs Sportbädern haben eine Temperatur von 28 Grad. Noch wärmer seien Nichtschwimmerbereich, Kinderplanschbecken und Whirlpools.

In Chemnitz gibt es laut Stadt bisher noch keine Überlegungen, die Temperaturen zu senken. In den vier Chemnitzer Schwimmhallen sind es 26 bis 28,5 Grad.

Ein Absenken der Temperatur von nur einem Grad spürt jeder Gast, und viele Nutzergruppen, allen voran die Kinder, frieren dann gegebenenfalls recht schnell.

Katja Gläß Leipziger Sportbäder-Sprecherin

Die Wassertemperatur sei ein großes Spannungsfeld und ein Kompromiss, erklärte Gläß weiter. Jeder Mensch empfinde es anders und es gebe viele verschiedene Nutzerinnen und Nutzer in den Bädern. Unverständnis bei manchen Schwimmbadgästen könne die Folge ein.

Lichtbox mit Euro Münzen und der Aufschrift Energiekosten
Verbraucher sollten Energie sparen, rät die Bundesregierung. Bildrechte: IMAGO/Bihlmayerfotografie

Die Bundesregierung bereitet sich wegen des Ukraine-Krieges und russischer Drohungen auf eine erhebliche Verschlechterung der Gasversorgung in Deutschland vor. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hatte Ende März die Frühwarnstufe als erste von drei Krisenstufen des sogenannten Notfallplans Gas in Kraft gesetzt und an alle Verbraucherinnen und Verbraucher appelliert, Gas zu sparen.

MDR (dst), dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden | 19. April 2022 | 07:30 Uhr

4 Kommentare

Tom0815 vor 22 Wochen

Naja, Wassertemperaturen >26 Grad sind jetzt nicht lebensgefährdend. Das schafft man(n) ;-)

Karl Schmidt vor 22 Wochen

@Atheist:
Wen in aller Welt sollte das interessieren?

Atheist vor 22 Wochen

Die Bäder in Deutschland waren bisher schon Sau kalt, von daher werde ich kein Geld für Sibirien Bäder zahlen

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