Corona Städtetagspräsident Burkhard Jung fordert weitreichende 2G-Regelung

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat will die "Epidemische Lage von nationaler Tragweite" Ende November auslaufen lassen. Diese macht aber weitreichende Corona-Einschränkungen möglich. Städtetagspräsident Burkhard Jung hat sich gegen Spahns Pläne ausgesprochen.

Burkhard Jung (SPD), Oberbürgermeister der Stadt Leipzig und Präsident des Städtetages
Der Präsident des Deutschen Städtetages, Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung, fordert eine Einführung der 2G-Regelung für "sensible" Bereiche. Bildrechte: dpa

Mit Blick auf den Winter hat der Präsident des Deutschen Städtetages, Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD), eine schnelle Einführung der 2G-Regelung in sensiblen Bereichen wie Krankenhäusern, Pflegeheimen, Schulen und Kitas gefordert. "Das sollte gelten für Beschäftigte, Besucherinnen und Besucher und alle, die dort geimpft werden können“, sagte der Leipziger Oberbürgermeister den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Forderung nach Verlängerung der "epidemischen Lage von nationaler Tragweite"

Jung sprach sich auch für eine 2G-Regelung für Freizeitaktivitäten aus. "Sinnvoll ist es genauso, wenn nur Geimpfte und Genesene Clubs, Theater, Kinos und Fitnessstudios besuchen können." Allerdings sei dafür weiterhin ein bundeseinheitlicher Rahmen notwendig, betonte Jung: "Die epidemische Lage von nationaler Tragweite muss entweder beibehalten werden oder es muss eine Übergangsfrist geben", sagte der Politiker.

Auf den letzten Kilometern der Pandemie können wir keinen Flickenteppich gebrauchen.

Burkhard Jung Präsident des deutschen Städtetages

Ein Hinweisschild mit der Aufschrift "Zutritt zur Arena - 2G-Regel" steht am Eingang vor einem Basketball-Bundesligaspiel der BG Göttingen.
Städtetagspräsident Burkhard Jung fordert eine 2G-Regelung auch für Freizeitaktivitäten. Bildrechte: dpa

Die Bundesländer hatten sich am Freitag gegen ein Ende des Corona-Ausnahmezustands schon zu Ende November ausgesprochen und sich damit gegen den Vorschlag von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gestellt. Er hatte ein Auslaufen der sogenannten epidemischen Lage in Aussicht gestellt. Die „epidemische Lage von nationaler Tragweite“ ist in der Pandemie Voraussetzung für die Maßnahmen wie Kontaktbeschränkungen und Versammlungsverbote zur Eindämmung der Verbreitung des Virus. Sie muss vom Bundestag beschlossen werden und gilt dann für längstens drei Monate. Der aktuelle Beschluss gilt bis zum 24. November.

Quelle: MDR/tfr/epd

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Nachrichten | 23. Oktober 2021 | 11:00 Uhr

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