Sachsen: 13 Strafanzeigen wegen Verwendung des Z-Symbols

Das Zeigen oder Verwenden des Z-Symbols kann seit vergangener Woche strafbar sein. Es wird als Befürwortung des russischen Angriffskrieges in der Ukraine gewertet. Das "Z" ist seit dem Angriff häufig auf Panzern und Uniformen der Russen zu sehen.

Ein Z-Zeichen Symbol auf einer Baseball Cap
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Wegen des Verwendens des sogenannten Z-Symbols laufen in Sachsen bereits mehrere Ermittlungen. In 13 Fällen werden Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Billigung von Straftaten bzw. Sachbeschädigung geführt. Das teilte das Innenministerium MDR SACHSEN auf Anfrage mit.

Schilder, Wartehäuschen, Briefkasten

Mit dem Symbol versehen wurden laut sächsischem Innenministerium unter anderem Gebäude, der Briefkasten einer Grundschule, Werbeschilder, Buswartehäuschen, Firmen, Einkaufsmärkte sowie eine Fahrbahn. Allein am 2. April wurden demnach in der Erzgebirgsregion sechs Z-Symbole gemeldet. In Gornsdorf, Stollberg, Ehrenfriedersdorf, Lunzenau und zwei Mal in Thalheim wurde das Symbol gesprüht. Ende März kam es in Freital, Wurzen, Meißen und Auerbach dazu. In Leipzig trug am 26. März eine Person Bekleidung, auf der ein Z-Symbol sowie zwei Aufnäher, unter anderem eine Russland-Flagge, angebracht waren. Drei Tage später wurde das Symbol auf ein Fahrzeug in Lauta geklebt. Und auch in Burgstädt wurde ein Vorfall gemeldet. Dort gab es am 29. oder 30. März eine Schmiererei.

Innenminister Roland Wöller (CDU) sagte MDR SACHSEN in Bezug auf die möglichen Straftaten: "Persönlich kann ich dazu sagen, das ist nicht nur eine Billigung eines Angriffskrieges, sondern auch der schwersten Menschenrechtsverletzung. Ich kann das nur verurteilen."

MDR (st)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | 05. April 2022 | 19:30 Uhr

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