Bilanz Tafeln in Sachsen verteilen mehr Lebensmittel

Mehr Menschen in Sachsen waren in diesem Jahr auf das Angebot der Tafel angewiesen. Ein Grund ist auch die Corona-Pandemie. Betriebe mussten Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken, damit hatten Betroffene weniger Lohn in der Tasche. Das haben die Tafeln sachsenweit gemerkt.

Tafel Jena
Die sächsichen Tafeln verzeichneten in diesem Jahr einen deutlichen Kundenzuwachs. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die Tafeln in Sachsen haben in diesem Jahr 1.500 Tonnen Lebensmittel und Hilfsgüter verteilt. Das sei eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Vorjahr, sagte Tafel-Sprecher Karl-Theodor Huttner MDR SACHSEN. "Im zu Ende gehenden Jahr haben wir eine Steigerung von etwa zehn Prozent, während wir davon ausgehen, dass es in den Städten teilweise mehr sind, während es in ländlichen Gebieten etwas weniger sind," so Huttner weiter.

In Zeit der Kurzarbeit kommen verstärkt Familien zu uns, die sonst nicht zu unseren Kunden gehören, weil eben am Monatsende des Geld fehlt.

Karl-Theodor Huttner Sprecher der Tafeln in Sachsen

Unterstützung für Familien, Geringverdiener und Rentner

Besonders, wenn Familien sonstige andere finanzielle Verpflichtungen hätten, sei das Geld knapp. Aber es kämen auch verstärkt Rentner und Menschen mit Mindestlohn zur Tafel, meint Huttner, gerade in den letzten Monaten, in denen die Inflation sehr stark gestiegen sei und damit auch die Lebensmittelpreise.

Was ist die Tafel? Tafel nennt sich eine gemeinnützige Hilfsorganisationen, es gibt sie in ganz Deutschland. Die Tafeln versorgen Bedürftige mit günstigen Lebensmitteln. Diese kommen meist als Spende von Supermärkten, da sie dort nicht mehr verkauft werden können. Neben Lebensmittelspenden haben einige Tafeln für Menschen mit wenig Geld auch günstige Sachspenden im Angebot, wie Möbel oder Kleidung.

Quelle: MDR (dst)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | Nachrichten | 30. Dezember 2021 | 18:00 Uhr

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