Lohnkampf Nach Warnstreiks neue Tarifrunde Groß- und Außenhandel Sachsens

Mit mehreren Warnstreiks hatte die Gewerkschaft Verdi in den vergangenen Tagen die Tarifverhandlungen im Groß- und Außenhandel befeuert. Am Freitag treffen beide Seite bei der nächsten Verhandlungsrunde aufeinander.

Beschäftigte des Rewe-Großhandelslager in Nossen stehen auf dem Parkplatz und streiken.
Die Beschäftigten des Rewe-Großhandelslager in Nossen traten vergangene Woche in den Streik. (Archivbild) Bildrechte: Verdi

Die Tarifverhandlungen für die mehr als 40.000 Beschäftigten im sächsischen Groß- und Außenhandel werden seit Freitagmittag fortgesetzt. In den vergangenen Tagen hatte die Gewerkschaft Verdi mit Warnstreiks ihren Forderungen Nachdruck verliehen. Es gab diverse Arbeitsniederlegungen, unter anderem in Dresden, Nossen und Großweitzschen bei Döbeln.

Gewerkschaft kritisiert Billiglohnland Sachsen

Verdi-Verhandlungsführer Jörg Lauenroth-Mago sagte, die Auseinandersetzung habe sich heftig zugespitzt. "Wir haben im Großhandel in Sachsen eine ganz besondere Situation. Seit Jahren kritisieren wir, dass die Löhne in Sachsen deutlich niedriger liegen als in den benachbarten Ländern. Deshalb müssen die Löhne überdurchschnittlich erhöht werden." Die Arbeitgeber wöllten dagegen nach wie vor ein Billiglohnland Sachsen, so der Verhandlungsführer. Das mache die Leute wütend und treibe sie auf die Straße.

Verdi verlangt einen Euro mehr pro Stunde

Verdi verlangt für die Beschäftigten der Branche in Sachsen einen Euro mehr pro Arbeitsstunde. Die Gewerkschaft will außerdem eine Anhebung der Ausbildungsvergütung um 70 Euro pro Monat sowie einen Sachzuschlag durchsetzen.

Quelle: MDR/bj/mina

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Nachrichten | 05. November 2021 | 11:00 Uhr

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