Tipps bei Hitze Mit kühlem Kopf durch die heißen Tage in Sachsen

Temperaturen über 30 Grad sind für Mensch und Tier eine Herausforderung. Doch es gibt einige Hilfsmittel, die die Hitze erträglich machen! Mit diesen Tipps für Ernährung, Kleidung, Lüften und gesunde Haut bewahren Sie an den heißen Tagen einen kühlen Kopf.

Junge schwimmt mit Taucherbrille und Schnorchel im Wasser.
Bei hochsommerlichen Temperaturen wollen auch die Jüngsten entspannt und sicher abtauchen. Bildrechte: Panthermedia/pio3

Es ist heiß in Sachsen. Nach dem kühlen und feuchten Frühling startet der Sommer direkt mit einer kleinen Hitzewelle. Seit Tagen schon liegen die Temperaturen in weiten Teilen Sachsens bei mehr als 30 Grad Celsius. Ab kommender Woche soll das Thermometer wieder etwas kühlere Werte anzeigen. Bis dahin können Sie mit einigen Hausmitteln für einen stabilen Kreislauf und eine kühle Umgebung sorgen.


Wie bleibt es drinnen möglichst kühl?

Viele Menschen arbeiten derzeit noch immer im Homeoffice. Für eine produktive, aber auch entspannte Zeit zu Hause sollten die Wohnräume möglichst kühl sein. Um das bei Hitze zu erreichen, reichen ein paar kleine Tricks.

Richtig lüften

Richtig lüften ist besonders wichtig, damit Haus und Wohnung kühl bleiben. Es ist sinnvoll, die Fenster zu öffnen, wenn die Luft draußen noch kühler ist als drinnen. Fenster sollten Sie nachts und in den Morgenstunden weit öffnen. Wer den ganzen Tag zu Hause ist, sollte öfter für Durchzug sorgen oder wenigstens stündlich stoßlüften gegen zu viel Kohlendioxid und Feuchtigkeit in den Räumen.

Gerade beim abendlichen Lüften sollten Kleider- und Wandschränke geöffnet sein, da die Schränke sonst viel Wärme speichern.

Eine Frau öffnet ein Fenster zum Lüften der Wohnung.
Fenster auf und für Durchzug sorgen - aber nur zur passenden Tageszeit! (Symbolbild) Bildrechte: imago images / blickwinkel

Ungenutzte Elektrogeräte ausschalten

Im Prinzip ist jedes Gerät, das an einer Steckdose hängt, auch eine potentielle Wärmequelle. Entfernen Sie alle Geräte, die im Moment nicht gebraucht werden, vom Stromnetz. So können Sie verhindern, dass sie Wärme ausstrahlen.

Verdunkeln

Wer Jalousien, Roll- oder Klappläden hat, sollte sie tagsüber konsequent schließen. Innenrollos und Vorhänge sollten helle oder metallbeschichtete Außenflächen haben.

Zwei Fensterläden mit einem ausgeschnittenen Herz.
Wer Fensterläden hat, kann die Sonne und damit auch die Hitze draußen lassen. Bildrechte: MDR/Diana Köhler

Für Luftbewegung sorgen

Ventilatoren allein machen einen Raum nicht kühler, wirken aber erfrischend und lassen Schweiß verdunsten. Diesen Effekt kann man sich zunutze machen: Wäscheständer mit feuchter Wäsche vor den Ventilator stellen oder ein feuchtes Bettlaken übers Gitter eines Ventilators hängen.

Mann kühlt sich auf seiner Terrasse mit einem Ventilator ab
Wenn gar nichts mehr geht, können Fußbäder und ein Ventilator für einen Hauch Abkühlung sorgen. Bildrechte: imago/bonn-sequenz

Wie schläft man auch in tropischen Nächten gut?

Von einer tropischen Nacht sprechen Meteorologen, wenn die Temperatur zwischen 18 und 6 Uhr nicht unter 20 Grad fällt. Vielen Menschen fällt es dann schwer, gut zu schlafen. Auch hier können Sie mit nur wenigen Handgriffen viel erreichen.

Abgedunkelte Räume am Tag

Schlafräume sollten am Tag abgedunkelt sein. Sobald es draußen kälter ist als drinnen, können Sie die Fenster öffnen und für eine kühle Brise und Luftbewegung sorgen.

Warm duschen

Es klingt paradox, abends sollte man warm bis sehr warm duschen. Das öffnet die Poren, Hitze kann sich im Körper nicht stauen. Nach dem Duschen müssen Sie sich nicht komplett abtrocknen, auch die Verdunstungskälte auf der Haut können Sie ausnutzen.

Duschen macht kreativ, sagen Forscher! Im Bild duscht eine Frau, zu sehen durch die wasserbenetzte Scheibe.
Nach einem heißen Tag unter die kühle Dusche? Lieber nicht! Bildrechte: Colourbox.de

Richtige Decke wählen

Wer jetzt noch seine dicke Bettdecke nutzt, muss sich über Schweißausbrüche in der Nacht nicht wundern. Versuchen Sie es statt mit Bettdecke nur mit Laken oder Baumwollbettbezug.

Wärmflasche und Körnerkissen nutzen

Funktionieren Sie Ihre Wärmeflasche um und füllen Sie sie mit kaltem Wasser. Die kühle Flasche legen Sie sich beispielsweise zwischen die Füße. Das klappt auch mit Körner- oder Kirschkernkissen, nachdem sie eine Zeit lang im Kühlschrank gelegen haben.

Frau wärmt ihren Bauch mit einer Wärmflasche
Statt Wärmflasche mit heißem Wasser sorgt eine Kaltflasche für Abkühlung. Bildrechte: imago/Jochen Tack

Worauf sollte ich bei der Ernährung achten?

Essen und vor allem auch Trinken sind nicht nur während einer Hitzeperiode wichtige Themen. Mit der richtigen Ernährung können Sie dem Körper helfen, die heißen Tage besser wegzustecken.

Mindestens zwei Liter am Tag trinken

An heißen Tagen sollte man mindestens zwei Liter trinken. Besonders gut sind zimmerwarmes stilles Wasser oder Mineralwasser mit Sprudel sowie ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees.

Eine Kanne mit Eistee 15 min
Bildrechte: colourbox

Passend zur ersten Hitzewelle in diesem Jahr mit Temperaturen über 30 Grad haben wir über sommerliche Erfrischungsgetränke gesprochen - von Wasser und Apfelschorle bis hin zu Eistee und Kräuterwasser.

MDR SACHSEN - Das Sachsenradio Do 17.06.2021 12:00Uhr 14:49 min

https://www.mdr.de/sachsenradio/audio-erfrischungsgetraenke-sommer-100.html

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Eiskalte Getränke meiden

Kalte Getränke oder Cocktails mit Eiswürfeln klingen verlockend, aber der Körper muss für die Wärmeregulation viel Energie aufwenden und schwitzt dadurch noch mehr.

Mineralstoffe zuführen

Hausärzte empfehlen bei Hitze zwei bis drei Prisen jodhaltiges Salz in Wasser oder Tees zu streuen, um den Mineralstoffverlust durchs Schwitzen auszugleichen.

Obst und Gemüse

An heißen Tagen sollten Sie leichte, wasserreiche Lebensmittel essen und auf Vitamine und Mineralstoffe achten. Gurken, Möhren, Tomaten und Zucchini beispielsweise sind sehr gesund und enthalten viel Wasser. Gemüsesuppen gleichen den Mineralstoffverlust durchs Schwitzen aus. Erdbeeren, Wassermelone, Ananas, Pfirsiche und reifes Obst aus dem Garten sind ebenfalls eine gute Wahl.

Ein Obstsalat in einer roten Schüssel.
Ein Obstsalat ist die perfekte Mahlzeit an heißen Tagen. Bildrechte: Colourbox.de

Essen wie im Urlaub

Wer mehr Tipps braucht, um sich in der heißen Zeit gut zu ernähren, kann einen Blick auf die Speisen der Mittelmeerländer werfen: Pasta, Gemüse, fettarmer Fisch, kalte Suppen wie Gazpacho stehen hier schon immer hoch im Kurs.


Was tun gegen Schwitzen?

Grundsätzlich ist Schwitzen eine ganz natürliche und gesunde Reaktion des Körpers. Durch die Verdunstung der Flüssigkeit auf der Haut wird diese gekühlt - genau das, was wir an heißen Tagen wollen. Ränder an Hemden oder T-Shirts möchte trotzdem niemand. Deshalb gibt es auch hier einige Tricks, wie Sie nicht zu sehr ins Schwitzen geraten.

Nicht zu sehr verausgaben

Der erste Tipp liegt auf der Hand: Wer sich bei hohen Temperaturen anstrengt und sich viel bewegt, kommt ins Schwitzen. Aktivitäten wie Sport sollten in die kühlen Stunden des Tages am Morgen oder Abend verlegt werden.

glückliches Paar mit Rollschuhen und Fahrrad
Sport ist grundsätzlich sehr gesund und auch an Hitzetagen kein Problem. Allerdings sollten Sie früh am Morgen oder spät am Abend ins Schwitzen kommen. Bildrechte: PantherMedia / Lev Dolgachov

Antitranspirant nutzen

Ein Deodorant hilft in erster Linie gegen Gerüche. Ein Antitranspirant hingegen verengt die Schweißporen und sorgt so dafür, dass die Schweißproduktion zurückgeht. Einer der Wirkstoffe von Antitranspirantien sind Aluminiumsalze. Lange galten sie als gesundheitsgefährdend. Allerdings gibt jetzt eine Studie des Instituts für Risikobewertung Entwarnung. Denn durch die Haut wird deutlich weniger Aluminium aufgenommen, als bislang angenommen. Außerdem hat die Stiftung Warentest bei einer Untersuchung festgestellt: Produkte mit Aluminiumsalzen konnten die Schweißproduktion wirkungsvoll mindern.

Hausmittel geschickt einsetzen

Salbei-Tee soll durch die Bitterstoffe die Schweißabsonderung regulieren. Wer jeden Tag einen Liter Salbeitee trinkt, soll nach einer Woche die Wirkung spüren.

Der Sud von Bockshornklee beruhigt die Schweißdrüsen. Für den Sud weicht man 12 Esslöffel Bockshornkleesamen sechs Stunden in einem Liter kaltem Wasser ein und seiht ihn dann durch. Der Sud wird mit Wasser verdünnt und man badet Hände und/oder Füße für 15 Minuten darin.

Apfelessig
soll die Schweißdrüsen verengen und damit starke Schweißproduktion drosseln. Zwei Mal pro Woche nach dem Duschen wird der ganzen Körper mit einer Mischung aus ¼ Liter Wasser und ¼ Liter Apfelessig gewaschen.

Richtige Kleidung tragen

Greifen Sie an heißen Tagen zu luftiger Kleidung, die nicht zu eng anliegt. Außerdem sind Naturmaterialien wie Baumwollen, Wolle-Seide-Stoffe oder Leinen von Vorteil: Selbst wenn Sie schwitzen, riecht es nicht so schnell unangenehm wie oftmals bei synthetischen Fasern.


Was tun bei gleißender Sonne?

Die heißen Temperaturen laden natürlich dazu ein, viel Zeit im Freien zu verbringen - ob im Biergarten oder im Freibad. Doch die Sonne kann starke Schäden verursachen. Sie sollten also unbedingt für ausreichend Schutz sorgen.

Auf UV-Werte achten

Das sonnige Wetter in Deutschland lässt auch die UV-Werte steigen. Je stärker die ultraviolette Strahlung, desto schneller kann bei ungeschützter Haut ein Sonnenbrand auftreten. UV-Strahlung kann neben Sonnenbrand auch Augenschäden und Bindehautentzündungen verursachen. Hautärzte warnen: UV-Strahlung ist auch das Hauptrisiko für Hautkrebs. Die Deutsche Krebshilfe geht von jährlich mehr als 293.000 Neuerkrankungen bundesweit aus.

Einen Überblick über die UV-Prognosen finden Sie hier.

Sonnenbrand verhindern

EIne Frau bückt sich nach einem Sonnenhut am Strand.
Der Sonnenhut ist nicht nur ein modisches Accessoire, sondern in erster Linie ein wichtiger Schutz für Kopf und Nacken. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Der Berufsverband der Deutschen Dermatologen hat eine Faustregel formuliert, wie man Sonnenbrand und Hautkrebs verhindert: "Generell gilt für den Sonnenschutz: Meiden - Kleiden - Cremen! Die wichtigste Vorsorgemaßnahme ist, die Haut so wenig UV-Strahlung auszusetzen, wie möglich."

Die Drei-H-Regel gegen Hautkrebs

"Textiler Lichtschutz geht vor Sonnencreme", sagt Hautarzt Dietrich Abeck. Dabei nennt er die Drei-H-Regel "Hemd - Hose - Hut". Günstig sei locker sitzende Kleidung aus dichten Geweben, die möglichst viel Haut bedeckt. Die Kopfbedeckung sollte Gesicht und Nacken ebenfalls abschatten.

Sonnencreme großzügig auftragen

Bei Sonnencremes sollte auf hohen Lichtschutzfaktor geachtet werden. Lichtschutzfaktor 15 bis 30 sollte es mindestens bei Erwachsenen sein. Für empfindliche Menschen empfehlen Hautärzte 50+. Eine halbe Stunde vor dem Kontakt mit Sonne sollte die Creme aufgetragen werden, damit sie einen Film bilden kann. Seien Sie nicht sparsam mit der Sonnencreme oder dem Spray: Mindestens drei Esslöffel voll brauchen Sie bei jedem Eincremen, um den Körper vollständig zu schützen. Das entspricht in etwa der Größe eines Golfballs.

Sonnencreme statt Sonnenbrand: Verschmieren nicht vergessen und schon ist wieder Platz für das nächste Kunstwerk.
Bei der Sonnencreme kann man einiges falsch machen: Wichtig ist ein hoher Lichtschutzfaktor, eine ausreichende Menge und das gleichmäßige Auftragen. Bildrechte: MDR JUMP

Was tun bei Sonnenbrand?

Wer sich trotzdem einen Sonnenbrand geholt hat, muss schnell reagieren. Sie sollten sofort aus der Sonne gehen. Gegen das Brennen helfen feuchtkalte Umschläge, getränkt in kaltem Kamillentee. Auch Umschläge mit Joghurt oder Quark helfen gut.

After-Sun-Produkte und das Gel der Aloe-Vera-Pflanze kühlen ebenfalls. Am besten hebt man diese Cremes im Kühlschrank auf, dann fühlt man auch einen Erfrischungseffekt.

Trinken Sie viel Wasser, damit sich die Haut erholen kann. Bei Blasen und schwerem Sonnenbrand sollten Sie vorsichtshalber zum Arzt gehen.

Achtung bei Kindern!

Kinder sollten im Sommer von 11 bis 15 Uhr im Haus oder im Schatten bleiben. Beim Baden sollten Kinder am besten ein T-Shirt anbehalten und sich nach dem Planschen umziehen. Zum Baden gibt es auch spezielle Schwimmkleidung mit UV-Schutz. Kinder haben eine sehr empfindliche Haut. Achten Sie auf einen sehr hohen Lichtschutzfaktor - Hautärzte empfehlen 50+.

Ein Kleinkind spielt an einem Springbrunnen
Kinder sind auch in puncto Sonne besonders zu schützen. Bildrechte: imago/localpic

Richtige Hilfe bei Hitzeschlag!

Wenn die Körpertemperatur infolge der Hitze auf mehr als 40 Grad steigt, spricht man von einem Hitzschlag. Weitere Symptome können Kopfschmerz, Schwindel, Erbrechen, eventuell sogar Bewusstlosigkeit und Krampfanfälle sowie Halluzinationen sein. Sobald Sie Anzeichen für einen Hitzschlag bei sich oder einem anderen Menschen entdecken, sollten Sie dafür sorgen, dass der Körper heruntergekühlt wird: Kalte Wickel können sehr hilfreich sein. Bei Verdacht auf einen Hitzeschlag sollten Sie einen Arzt aufsuchen.


Wie kann ich meinem Tier durch die heiße Zeit helfen?

Nicht nur wir Menschen ächzen an heißen Tagen - auch Tiere kommen teilweise nur schwierig mit der Hitze zurecht. Wer ein Tier im Haushalt hat, kann auch ihm etwas Gutes tun.

Nagetiere

Nagetiere sind am hitzeempfindlichsten. Hasen, Hamster und Meerschweinchen bekommen bei Temperaturen über 30 Grad schnell einen Hitzekollaps. Wenn es so heiß ist, sollte man die Tiere gar nicht rauslassen, rät Tierarzt Jörg-Peter Popp. Gut ist es, einen Ventilator aufzustellen, der aber nur indirekt auf die Tiere gerichtet sein sollte. Wichtig ist eine gewisse Luftbewegung im Raum zur Abkühlung.

Hund und Katze

Katzen sind intelligent. Sie gehen normalerweise von sich aus in den Schatten.

Hunde sind dagegen Rudeltiere und versuchen, sich dem Menschen anzupassen. Wenn wir im Schatten sind, suchen sie den auch. Tierarzt Jörg-Peter Popp empfiehlt bei heißen Temperaturen ab und zu ein feuchtes Handtuch über den Hund zu legen. Dabei fühlen sich die Hunde relativ wohl.

Hund am pool
Gerade Tiere mit dichtem Fell können unter heißen Temperaturen sehr leiden. Bildrechte: imago/CHROMORANGE

Aufpassen sollte man auch dringend beim Transport von Hunden in überhitzten Autos. Wenn die Klimaanlage aus ist, heizt sich das Auto in wenigen Minuten auf über 40 Grad auf. Lassen Sie auch bei einem kurzen Weg Ihren Hund im Hochsommer nicht im Auto allein zurück. Dem Tier droht ein Hitzekollaps.

Trinken lassen

Allgemein gilt: Stellen Sie genügend Wasser zum Trinken zur Verfügung. Auch Tiere sollten an heißen Tagen viel trinken, rät Fachmann Popp.


Wie überleben Pflanzen auf Balkon, Gräbern und in Gärten die heiße Zeit?

Gerade jetzt grünt und blüht es auf den Balkonen, Gräbern und in den Gärten. Doch die Sonne droht bei Trockenheit und besonderer Hitze, die Pflanzen zu verbrennen. Sie können aber Ihren Pflanzen helfen.

Zum richtigen Zeitpunkt Pflanzen wässern

In den frühen Morgen- oder in den späten Abendstunden ist die beste Zeit, die Pflanzen zu gießen. Dann sind die Temperaturen wegen der niedrig stehenden Sonne moderater und das Wasser verdunstet nicht so schnell. So kann der Boden das Wasser besser aufnehmen.

Ein Mädchen gießt im Garten mit einer Brause.
Wasser marsch! Wenn zu hohen Temperaturen auch noch wenig Regen hinzukommt, lassen viele Pflanzen schnell die Köpfe hängen und drohen einzugehen. Bildrechte: Colourbox.de

Boden vor dem Austrocknen schützen

Der Boden sollte das Wasser möglichst lange speichern, deshalb muss die Verdunstung so gering wie möglich bleiben. Das gelingt, indem die Beetoberfläche abgedeckt wird - zum Beispiel mit speziellem Mulch-Vlies, aber auch Gras, Stroh und Blätter geernteter Pflanzen können auf dem Boden ausgelegt werden.

Im Wurzelbereich gießen

Ein Blumentopf wird in einem Beet versenkt
Ein einfacher Pflanztopf hilft, auch die unteren Erdschichten im Beet mit Gießwasser zu erreichen. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft

Damit das Wasser im Boden ankommt und nicht an der Oberfläche bleibt und schnell verdunstet, gibt es einen Trick: Ein Blumentopf mit Abflussloch wird in die Erde dicht neben der Pflanze eingegraben. Die Pflanze wird nicht direkt gewässert, sondern über den Topf. Das Wasser sickert tief ein und erreicht den Wurzelbereich der Pflanze viel besser. Außerdem wird die Pflanze dazu erzogen, die Wurzeln möglichst in tiefere Schichten des Bodens wachsen zu lassen.

Quelle: MDR/kk/kp/dpa/AFP

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Nachrichten und Wetter | 17. Juni 2021 | 07:00 Uhr

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