Pandemie Besonders viele ungeimpfte junge Erwachsene in Sachsen erkrankt

Eine Gesundheits- und Krankenpflegerin läuft auf der Corona-Station im Städtischen Klinikum Dresden in Schutzausrüstung hinter einer Scheibe an der ein Achtungssymbol mit einem stilisierten Cornavirus angebracht ist vorbei.
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Ungeimpfte junge Erwachsene und Jugendliche dominieren das Krankengeschehen in Sachsen. Das teilte das Sozialministerium in Dresden am Mittwoch auf Anfrage von MDR SACHSEN mit. Zudem verstärke die Reisetätigkeit der jungen Leute das Infektionsgeschehen. Dem Ministerium zufolge liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in der Altersgruppe der 15- bis 24-Jährigen bei 50. Zum Vergleich: Bei Kleinkindern und über 60-Jährigen liegt der Wert noch unter 10.

Veranstaltungen in Großstädten

Mit Blick auf die höheren Infektionszahlen in Leipzig und Dresden im Vergleich zum ländlichen Raum verweist das Sozialministerium darauf, dass in den Großstädten mehr junge Menschen leben als in den Landkreisen. Zudem gebe es mehr Veranstaltungen. Das Sozialministerium stellt weiter fest, dass Sachsen bislang gut durch die vierte Welle kommt, während die Infektionszahlen in Westdeutschland teils über 100 liegen. Hauptursache sei der späte Ferienbeginn in Sachsen. Damit gebe es kaum Virus-Einträge durch Reiserückkehrer.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Fassung dieser Meldung hatten wir die Angaben des Sozialministeriums versehentlich auf das Krankengeschehen "auf den Corona-Stationen der Kliniken in Sachsen" bezogen. Tatsächlich bezogen sich die Angaben des Ministeriums auf das Infektionsgeschehen in Sachsen allgemein, nicht auf die Patientinnen und Patienten in Krankenhäusern. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

Quelle: MDR

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