Heftiger Regen fällt auf die Straße.
Heftiger Regen fällt in Penig in Mittelsachsen am Freitag. Bildrechte: Bernd März

Wetter Unwetter: Nach Hitze entladen sich heftige Gewitter in Sachsen

12. Juli 2024, 19:42 Uhr

Das Wetter bleibt turbulent. Nach der drückenden Hitze entladen sich örtlich in Sachsen die Gewitterwolken mit Platzregen und stürmischen Böen.

Am Freitag sind schwere Gewitter über Sachsen hinweggezogen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) prognostiziert für das Wochenende weitere Unwetter. Grund sind ein Tiefdruckgebiet und feuchtwarme Luftmassen. Am Sonnabend wird es zunächst stark bewölkt sein und vor allem im Bergland und in der Oberlausitz regnen. Ab dem Nachmittag lockert es sich auf, allerdings kann es auch dann vereinzelt Schauer geben.

Starkregen prasselt auf einem Parkplatz nieder, auf dem mehrere Autos stehen. 1 min
Bildrechte: extremwetter.tv/Bernd März
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Am Freitag ist eine Unwetterfront über Sachsen hinweggezogen. Der Schwerpunkt lag zwischen Leipzig und Chemnitz. Besonders getroffen hat es die Stadt Penig.

Fr 12.07.2024 15:27Uhr 00:27 min

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Land unter in Penig in Mittelsachsen

Am frühen Nachmittag erreichte die Unwetterfront den mittelsächsischen Ort Penig. Dort hinterließ sie zahlreiche Schäden. Wie Gemeinde-Feuerwehrleiter Thomas Cramer sagte, waren vor allem das Stadtzentrum sowie die Ortsteile Thierbach, Arnsdorf und Wernsdorf betroffen. Unter anderem seien Straßen überflutet worden, sodass Autos nicht mehr durchfahren konnten. "An verschiedenen Stellen sind zudem Keller mit Wasser vollgelaufen", sagte Cramer MDR SACHSEN.

Autos fahren über eine überschwemmte Straße
Die Autos hatten in Penig Mühe, sich ihren Weg durch die Wassermassen zu bahnen. Bildrechte: Bernd März

Heftige Regenfälle auch in Leipzig

Starke Regenfälle haben in Leipzig für kleinere Einschränkungen gesorgt. Nach Polizeiangaben wurden einzelne Straßen überschwemmt und Gullydeckel hochgedrückt. Auch die Zufahrt zum St.-Elisabeth-Krankenhaus im Stadtteil Connewitz stand für kurze Zeit unter Wasser, Rettungswagen mussten auf andere Klinken ausweichen. Auf den Tram-Linien 3, 4, 8, 9, 11 und 15 gibt es wegen des Unwetters Verspätungen, Umleitungen und Ausfälle.

Feuerwehr in Oberlausitz mit zahlreichen Einsätzen

Die Gewitterfront hat auch in der Oberlausitz für überflutete Straßen gesorgt. Laut Regionalleitstelle für Ostsachsen ist die Feuerwehr am Nachmittag zu 80 Einsätzen ausgerückt. Schwerpunkt seien unter anderem Bautzen, Wilthen und Weißwasser, aber auch Hoyerswerda gewesen. Die Einsatzkräfte mussten den Angaben zufolge Straßengullys freimachen, damit das Regenwasser abfließen konnte.

Person mit Regenschirm wadet durch überfluteten Weg
In Bautzen sorgte der viele Regen für reißende Sturzbäche auf Bürgersteigen und Straßen. Bildrechte: MDR/Diana Wild-Rook

Überflutete Straßen wurden auch aus Großröhrsdorf und Crostwitz gemeldet. In Burkau war die Feuerwehr im Einsatz um eine Straße zu beräumen, weil ein Baum auf die Straße gestürzt war. Für die Lausitzer Neiße, die Schwarze Elster und die Spree hat das Landeshochwasserzentrum eine Hochwasserwarnung herausgeben.

Ein Blitz leuchtet am späten Abend über der Landschaft im Landkreis Oder-Spree in Ostbrandenburg.
Am Freitag entladen sich schwere Gewitter über Sachsen. (Symbolbild) Bildrechte: picture alliance/dpa | Patrick Pleul

In der Nacht zum Sonnabend ist ebenfalls mit kräftigen Niederschlägen zu rechnen. Ab Sonntag stehen die Zeichen auf Wetterberuhigung.

Gefahr von Aquaplaning auf Straßen

Auch zum Wochenende hin ist damit zu rechnen, dass Keller oder Unterführungen volllaufen und Bäume umstürzen. Autofahrer sollten bei Starkregen wegen möglichen Aquaplanings besonders langsam fahren beziehungsweise anhalten. Beim Aquaplaning beginnen die Autoräder durch den Wasserfilm auf der Straße zu schwimmen. In solchen Momenten ist weder Lenken noch Bremsen möglich.

Schäden bei vergangenen Gewittern

Am Mittwoch hatten vor allem in Ostsachsen schwere Gewitter für überflutete Straßen gesorgt. Zwei Züge waren in umgestürzte Bäume gefahren. Verletzte wurden nicht gemeldet. In Zittau hat der Starkregen in der Nacht zu Donnerstag weitere Folgen. Weil Regenwasser ins Leitungssystem mehrerer Trinkwassergebiete eingedrungen ist, muss das Trinkwasser aus Angst vor Keimen jetzt abgekocht werden.

MDR (ama/lam/sth)/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 11. Juli 2024 | 19:00 Uhr

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