Schadensregulierung Versicherer: Unwetter haben Schäden von 134 Millionen Euro verursacht

Im Juli vergangenen Jahres haben sich heftige Gewitter über Sachsen entladen und gewaltige Regenmengen mit sich gebracht. Im Vogtland und Erzgebirge gab es zahlreiche Überflutungen, ein Mensch wurde von einer Sturzflut mitgerissen. Die Wassermassen richteten Schäden an Häusern, Hausrat, Betrieben und der Infrastruktur an.

Gewitter und Starkregen
Starkregen und Überschwemmungen haben in Sachsen im vergangenen Jahr zu hohen Schäden an Haus und Hof geführt. Bildrechte: IMAGO / VIADATA

Starkregen und Überschwemmungen haben im vergangenen Jahr in Sachsen Versicherungsschäden in Höhe von 134 Millionen Euro verursacht. Davon entfallen 111 Millionen Euro auf Schäden an Häusern, Hausrat, Gewerbe- und Industriebetrieben sowie 23 Millionen Euro auf die Kfz-Versicherer, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mitteilte.

Versicherer: Bisher höchstes Schadenaufkommen

Im Vorjahr haben laut GDV die deutschen Versicherer das höchste Schadenaufkommen ihrer Geschichte verzeichnet. Grund war demnach das Extremwetterereignis "Bernd", das vor allem in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz für Rekordschäden sorgte. "Bundesweit summierten sich im Jahr 2021 die Schäden durch Naturgefahren, wie Sturm, Hagel, Überschwemmung und Starkregen, auf rund 12,7 Milliarden Euro auf", sagte der Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Jörg Asmussen.

Viele Sturm- und Hagelschäden in Sachsen

Sachsen belegt im Bundesvergleich mit 27,7 Schadensfällen pro 1.000 Versicherungsverträge den Spitzenrang bei der Menge der Sturm- und Hagelschäden. Bei den Elementarschäden lag der Freistaat auf dem fünften Rang aller Bundesländer.

Während fast alle Wohnhäuser gegen Sturm und Hagel abgesichert sind, verfügen in Sachsen nur 50 Prozent über den Schutz gegen Elementarrisiken wie Starkregen und Hochwasser. Damit liegt der Freistaat im Bundesdurchschnitt.

Landesregierung verteilt Bundesmittel

Im Juli 2021 verursachten starke Regenfälle im Freistaat Sachsen erhebliche Schäden. Davon betroffen waren sechs von zehn Landkreisen. Die meisten Schäden betrafen die öffentliche Infrastruktur wie Trinkwasser- und Abwasseranlagen, Straßen und Brücken. Für deren Reparatur fließen vom Bund Gelder nach Sachsen. Die Landesregierung hat am Dienstag beschlossen, wie die Mittel auf Städte und Landkreise verteilt werden.

MDR (ma)/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | Nachrichten | 18. Mai 2022 | 06:00 Uhr

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