Unwetterschäden Umgestürzte Bäume nach Sturmböen und Starkregen in Sachsen

Über Sachsen ist am Freitagabend ein Gewittertief mit Starkregen und Sturmböen gezogen. Bis in die Nacht zum Sonnabend wurden Einsatzkräfte der Feuerwehren alarmiert. Größere Schäden gab es nicht. In den meisten Fällen waren Bäume umgestürzt. In Leipzig musste kurzzeitig das Konzert der Band Rammstein unterbrochen werden.

Feuerwehrleute beseitigen auf einer Straße einen umgestürzten Baum.
Feuerwehrleute beseitigen auf einer Straße in Bolbritz bei Bautzen einen umgestürzten Baum. Bildrechte: Rocci Klein

Feuerwehr beseitigt umgestürzte Bäume

Das Tief "Emmelinde" ist über Sachsen hinweggezogen, ohne größere Schäden zu hinterlassen. Wie ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Sonnabend sagte, kam es im Freistaat zu keinen großflächigen Unwettern. Es seien aber teils kräftige Gewitter und schwere Sturmböen aufgetreten. In Oschatz wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 113 Kilometer pro Stunde gemessen. 

Gewitter und Starkregen haben am Freitagabend und in der Nacht zum Sonnabend in Sachsen zu zahlreichen Einsätzen der Feuerwehren geführt. So mussten beispielsweise die Rettungskräfte in der Oberlausitz mehr als 70 Mal ausrücken, wie ein Sprecher der Rettungsleitstelle in Hoyerswerda MDR SACHSEN sagte. In Nordsachsen mussten die Kameraden nach Bilanz der dortigen Rettungsleitstelle mehr als 30 mal ausrücken. In den meisten Fällen wurden umgestürzte Bäume von den Straßen entfernt.

Feuerwehrleute zerlegen einen mächtigen Baum, der auf ein Wohnhaus gestürzt ist.
Feuerwehrleute zerlegen in Schmeckwitz im Landkreis Bautzen einen mächtigen Baum, der auf ein Wohnhaus gestürzt ist. Bildrechte: Rocci Klein

Rammstein-Konzert unterbrochen

In Leipzig musste am Freitag das Konzert der Band Rammstein wegen des Gewitters unterbrochen werden. 45 Minuten nach Beginn der Show wurden die Fans aufgefordert, den Innenraum des Stadions zu verlassen und Schutz zu suchen. Nach einer Viertelstunde konnten die Gäste wieder zurück und es ging weiter. Das Konzert vor 40.000 Zuschauen bildete den Auftakt einer Reihe von Deutschlandkonzerten der Gruppe um Sänger Till Lindemann.

Viele Menschen stehen in einem hell erleuchteten Stadion.
Wegen des Unwetters musste das Rammstein-Konzert in Leipzig kurz pausieren, dann ging es aber weiter. Bildrechte: Matthias Rudolph

Verletzte und Todesopfer im Westen Deutschlands

Schwerer traf das Unwetter Nordrhein Westfalen, wo auch drei Tornados durchzogen. Mehr als 40 Menschen wurden verletzt - zehn von ihnen schwer. Im rheinland-pfälzischen Ort Wittgert erlitt ein 38-jähriger Mann einen Stromschlag in einem überschwemmten Keller und starb. In Mittelfranken wurden 14 Menschen beim Einsturz einer Schutzhütte verletzt.

MDR (ma/sth)/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | SACHSENSPIEGEL | 21. Mai 2022 | 19:00 Uhr

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