Starkregen und Gewitter Unwetter in Mittel- und Südwestsachsen sorgen erneut für Feuerwehreinsätze

In den vergangenen Tagen hat es in Teilen Sachsens ungewöhnlich stark geregnet. In der Folge traten kleinere Fließgewässer über ihre Ufer und in einigen Regionen des Freistaats mussten immer wieder Feuerwehren ausrücken, um beispielsweise vollgelaufene Keller auszupumpen. Eine akute Hochwassergefahr sieht das Landeshochwasserzentrum allerdings nicht.

Blitze reichen vom Himmel bis zur Erde - davor Schriftzug "Unwetter in Sachsen"
Erneut sind Unwetter über Sachsen gezogen. Bildrechte: MDR/PantherMedia/Harald Biebel

Starkregen hat in Teilen Sachsens nochmals für vollgelaufene Keller und überspülte Straßen gesorgt. Betroffen waren beispielsweise Orte im Erzgebirge. Der Leiter der Gemeindefeuerwehr in Großrückerswalde sagte auf Anfrage von MDR SACHSEN: "Der Regen hat am Nachmittag begonnen, nach 20 Minuten war schon alles vorbei, aber es kam immer noch genau Wasser nach." An zehn Stellen waren die Kameradinnen und Kameraden im Einsatz. "Das Wasser ist die Straße breit durch das Dorf runtergeschossen." Die Einätze im Ort seien seit dem frühen Abend beendet, hieß es.

DWD hatte vor Unwettern gewarnt

Zuvor hatte der Deutsche Wetterdienst (DWD) für Teile Sachsens eine Unwetterwarnung herausgegeben. Betroffen waren der Erzgebirgkreis, aber auch Chemnitz, Mittelsachsen, der Vogtlandkreis und der Landkreis Zwickau. Dabei wurde auch vor Blitzeinschlägen gewarnt. Bäume könnten entwurzelt werden sowie Äste, Dachziegel oder andere Gegenstände hinunterstürzen. Auch mit Erdrutschen sei zu rechnen. Aufgrund der Gefahrenlage hatte der Wetterdienst allen Menschen in den betroffenen Gebieten empfohlen, Fenster und Türen zu schließen sowie alle Gegenstände im Freien zu sichern. Wichtig sei es zudem, Abstande zu Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen zu halten.  

Keine Hochwassergefahr

Trotz der zuletzt vermehrt auftretenden Unwetter besteht nach Einschätzung von Hydrologen keine Hochwassergefahr in Sachsen. Im Zusammenhang mit dem über Deutschland liegenden Tief "Bernd" gebe es auch in den nächsten Tagen "keine bedrohlichen Signale", sagte Andy Philipp vom Landeshochwasserzentrum am Donnerstag. Bis zum Wochenende werde es lokal und kurzzeitig noch Starkregen und Gewittergüsse geben, allerdings nicht in der Dimension vom 13. Juli. Die Lage beruhige sich am Sonntag und Ende nächster Woche sei "eine absolut durchschnittliche Beregnung" zu erwarten.

Quelle: MDR/sth/kp/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 15. Juli 2021 | 19:00 Uhr

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