Waldsterben Warnung vor umbrechenden Bäumen in Sachsens Wäldern

Baumkronen abgestorbener Bäume
Tote Bäume und abgestorbene Baumkronen in der Sächsischen Schweiz können zum Risiko für Spaziergänger werden. Bildrechte: MDR/Katrin Tominski

Aufgrund sehr vieler abgestorbener Fichten besteht extreme Baumsturzgefahr in der Sächsische Schweiz. Darüber informierte die Nationalparkverwaltung. "Bitte meiden Sie unbedingt den Wald bei Wind, Starkniederschlag oder aufliegender Schneelast", hieß es in einer Warnung. Besucher der Wälder im Nationalpark sollten auf keinen Fall unter abgebrochenen Ästen oder Baumspitzen, die noch in den Kronen hängen, stehen bleiben.

Warnung auch für die Dübener und Dahlener Heide

Auch in Teilen der Dübener und Dahlener Heide sind Frühlingsspaziergänge im Wald mit Vorsicht zu genießen. Wie der Leiter des Forstamtes Taura, Jan Glock, erklärte, können abgestorbene Äste und Zweige abbrechen. Der Zustand der Wälder sei nach den vielen trockenen Sommern beängstigend.

"In den Waldgebieten und auf den Waldwegen, die nicht öffentlich gewidmet sind, ist mit waldtypischen Gefahren zu rechnen", sagte Glock. "Dazu zählen Astabbrüche und Baumwürfe, die zu jeder Zeit stattfinden können - insbesondere natürlich, wenn dazu noch ein starker Wind kommt." Glock empfahl, sich vorsichtig zu verhalten. Dann könne der Wald trotzdem zur Erholung genutzt werden. 

Quelle: MDR/kt

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 03.03.2021 | ab 09:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Leipzig

1 Kommentar

W.Merseburger vor 29 Wochen

Wir sind wir wieder beim Thema Wald. Zunächst begann in Sachsen-Anhalt Ende Februar nach dem kurzen Warmlufteinfall die erste Warnung vor Waldbrand bzw. einer Waldbrandgefahr im Bereich Harz. Hier wird vor einem Abbruch abgestorbener Äste gewarnt. In diesem Thema steckt unglaublich viel Ideologie. Man darf von vielen trockenen Sommern reden, aber was viel ist, wird nicht definiert. Die privaten Waldbesitzer möchten nämlich auch hier dem Steuerzahler die Verluste aufbürden, so denke ich jedenfalls. Da Sachsen vergleichsweise einen hohen Anteil an staatlichem Wald besitzt, muss die Behebung von diesen Waldschäden eine staatlich wichtige Aufgabe werden. Das würden wohl alle Sachsen verstehen können.

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