Nahverkehr Ab Dezember mehr Züge zwischen Dresden und Kamenz unterwegs

Dichterer Takt und neuer Name: Ab dem 12. Dezember wird die Bahnstrecke zwischen Dresden und Kamenz zur S-Bahn. Künftig verkehren die Züge zu den Stoßzeiten jede halbe Stunde. Nach der Insolvenz der Städtebahn war die Strecke vom VVO am Donnerstag neu vergeben worden.

Ein Mann läuft an einem Wagon der DB Regio vorbei
Ab Dezember verkehrt die DB Regio auf den früheren Strecken der Städtebahn. Bildrechte: dpa

Die DB Regio AG wird ab 12. Dezember die Bahnstrecken zwischen Dresden und der Westlausitz betreiben. Dafür ist am Donnerstag ein Vertrag mit zehnjähriger Laufzeit unterschrieben worden, teilte der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) mit. Rund zwei Jahre nach der Insolvenz der Städtebahn hat der VVO die Strecken damit neu vergeben. Zuvor rollte nach einer Notvergabe die Mitteldeutsche Regiobahn in dem Bereich. Neben den Verbindungen von Dresden nach Kamenz und Königsbrück wird sich DB Regio auch um die Strecken durch das Müglitztal von Heidenau nach Altenberg sowie zwischen Pirna und Sebnitz kümmern. Auf den vier Strecken fahren wegen fehlender Elektrifizierung Dieselzüge.

30-Minuten-Takt zwischen Dresden und Kamenz

Mit der Vergabe gibt es für Fahrgäste Veränderungen auf der Strecke Dresden-Kamenz: Ab Mitte Dezember fahren die Züge montags bis freitags zwischen 4:30 Uhr und 8:30 Uhr sowie zwischen 14 Uhr und 18:30 Uhr alle 30 Minuten. Bisher gab es zu diesen Zeiten nur stündlich Verbindungen. Durch den engeren Takt, barrierefreie Bahnsteige, Verbindung zu Buslinien und Park-and-Ride-Plätzen erreicht die Strecke laut VVO S-Bahn-Standard. Zum Fahrplanwechsel am 12. Dezember wird diese Verbindung in S-Bahn 8 umbenannt.

Bahn will 110 Mitarbeiter einstellen

Für den Betrieb des Nahverkehrsnetzes will die Regionalbahn etwa 110 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einstellen. DB Regio braucht nach eigenen Angaben 60 Triebfahrzeugführer und 50 Kundenbetreuer, um das Dieselnetz auf den vier Strecken zu betreiben. Dabei setze man 21 Fahrzeuge aus dem eigenen Bestand ein, hieß es. Der Kamenzer Oberbürgermeister Roland Dantz (parteilos) begrüßte die Vertragsunterzeichnung. Bereits heute gebe es mehr als 600 Ein- und Auspendler am Kamenzer Bahnhof. Das könne durch die engere Taktung noch gesteigert werden.

Oberbürgermeister Roland Dantz im Interview
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die Zahl der Pendler nach Kamenz ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, da viele neue Arbeitsplätze entstanden sind.

Roland Dantz Kamenzer Oberbürgermeister

Quelle: MDR/sth/masu/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden | 14. Oktober 2021 | 12:30 Uhr

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