Lohnangleichung IG Metall setzt Warnstreiks in Sachsen auch am Freitag fort

In Sachsen hat die IG Metall auch am Freitag zu Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie aufgerufen. In sechs Werken in Zwickau, Hainichen, Chemnitz, Dresden und Meerane steht die Produktion still, wie mehrere Gewerkschaftssprecher am Morgen mitteilten.

Ein Streikender hält während eines Warnstreiks eine Fahne der IG-Metall Schweinfurt.
Schon die ganze Woche über wird in Sachsen gestreikt. (Archivbild) Bildrechte: dpa

Die Streiks am Freitag treffen unter anderem die Werke von Volkswagen, Thyssenkrupp und GKN Driveline Deutschland. Das Werk von Volkswagen in Dresden wurde laut einem Gewerkschaftssprecher komplett geschlossen, der Konzern bestätigte das. An allen Standorten in Sachsen soll der Streik insgesamt 24 Stunden lang bis zum Beginn der Frühschicht am Samstagmorgen andauern.

Keine Versammlungen erlaubt

Wegen der Corona-Pandemie gibt es keine Versammlungen. In Dresden und Meerane finden jedoch kleine Streikwachen vor den Werken statt. Grund für die erneuten Warnstreiks ist unter anderem der Streit um das von der Gewerkschaft geforderte tarifliche Angleichsgeld. Laut einem der Gewerkschaftssprecher erhalten die Beschäftigten in Ostdeutschland den gleichen Lohn wie ihre Kolleginnen und Kollegen in Westdeutschland, arbeiten aber drei Stunden länger pro Woche. Außerdem gehe es den Streikenden um Beschäftigungssicherung und eine Entgelderhöhung, so der Gewerkschaftssprecher.

Streiks schon die gesamte Woche

Bereits seit Dienstag werden in verschiedenen Betrieben in Sachsen Warnstreiks abgehalten. Den Beginn machten die Mitarbeiter bei BMW in Leipzig. Weitere Aktionen gab es bei Vitesco in Limbach-Oberfrohna und bei Clarios in Zwickau. Am Mittwoch wurde beim Aufzüge-Hersteller Schindler und bei GF Casting Solutions gestreikt, am Donnerstag bei der Firma "Robert Bosch" in Sebnitz.

Quelle: MDR/bj/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden | 23. April 2021 | 07:30 Uhr

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