Statistik Weniger Verkehrstote in Sachsen

Die Zahl der Verkehrstoten in Sachsen ist im vergangenen Jahr zurückgegangen. Hauptgrund dafür ist nach Angaben des Statistischen Landesamts die Corona-Pandemie. Die Anzahl der Straßenverkehrsunfälle stieg jedoch leicht.

Feuerwehrautos stehen auf einer Straße. Rechts steht ein zerstörter PKW im Straßengraben, hinter den Feuerwehrautos ragt ein LKW hervor.
Im März 2022 verunglückte ein Pkw-Fahrer bei einem Zusammenstoß mit einem Lkw tödlich. Der Unfall passierte auf der Bundesstraße 2 südlich von Leipzig. Bildrechte: Tobias Junghannß

Im Jahr 2021 nahm die Polizei in Sachsen nach Angaben des Statistischen Landesamtes 94.529 Straßenverkehrsunfälle auf. Das bedeutet einen leichten Anstieg von 1,2 Prozent gegenüber 2020. Bei den meisten Unfällen blieb es bei Sachschäden. 11.327 Unfälle mit Personenschaden meldete die Polizei. Das ist ein Rückgang um 5,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Weniger Verkehrstote

Bei Unfällen verloren nach Angaben des Landesamts 129 Personen ihr Leben, 99 Männer und 30 Frauen. Das sind insgesamt 21 Menschen weniger als 2020. Der Anteil der getöteten Personen, die älter als 65 Jahre waren, betrug 38 Prozent.

Während die Anzahl der tödlich verunglückten Personen bei Unfällen mit Kraftfahrzeugen und bei Fahrradunfällen zurückging, erhöhte sich der Anteil der getöteten Fußgänger. Die Zahl der Verletzten insgesamt verringerte sich leicht auf 13.980 (2020: 14.001). Es gab im vergangenen Jahr 400 Schwerverletzte weniger gegenüber dem Vergleichszeitraum, die Zahl der Leichtverletzten ging um 241 Personen zurück.

Pkw-Fahrer am meisten betroffen

52 getötete Verkehrsteilnehmer saßen in einem Pkw (2020: 64) . Die Zahl der schwerverletzten Pkw-Nutzer verringerte sich gegenüber 2020 um 5,7 Prozent auf 1.393. Bei den Fahrradnutzern als zweitstärkste Gruppe bei den Unfallbeteiligten sank die Zahl der Getöteten auf 20, davon war die Hälfte älter als 75 Jahre. Einen deutlichen Rückgang um 22 Prozent gab es bei den schwerverletzten und um 11 Prozent bei den leichtverletzten Fahrradfahrenden.

Ferner waren 24 getötete Fußgänger zu beklagen, darunter 17 Personen, die 65 Jahre oder älter waren, drei Erwachsene zwischen 55 und unter 65 Jahren und ein Kind unter 10 Jahren.

Hauptunfallursachse: Überhöhte Geschwindigkeit

Wie im Vorjahr war auch im Jahr 2021 nicht angepasste Geschwindigkeit die häufigste Ursache für die folgenschwersten Unfälle. So verunglückten aus diesem Grund 55 Personen tödlich und 767 wurden schwer verletzt.

MDR (lt)

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