Bleibt es frühlingshaft? Wie wird der März, Wetterbauer Uebel?

Am 1. März ist meteorologischer Frühlingsanfang und wir fragen uns: Bleibt das frühlingshafte Wetter bestehen? Unser Wetterbauer Rolf-Eckhart Uebel hat wieder in seine Wetteraufzeichnungen geguckt.

Bei unserem Besuch nutzt Rolf-Eckart Uebel gerade die Frühlingssonne für die erste Gartenarbeit des Jahres. Dabei staunt er über diese und jene Blüte. "Wie hier die kleinen Iris schön blühen. Ich habe erst gedacht, das sind Krokusse. Nee, das sind Iris." Kleine, zarte Blüten als blumige Grüße des Frühlings. Ein wenig zeitig, oder?

Das ist zu zeitig, viel zu zeitig. Aber ich kann mich erinnern, voriges Jahr war das genauso. Da haben zu meinem Geburtstag am 28. Februar die Krokusse geblüht. Dann war es 14 Tage warm und das waren die Frühjahrsblüher. Es war alles weg. Das war eine ganz kurze Sache. Und ich vermute fast, dass es dieses Jahr besser wird.  

Rolf-Eckhart Uebel | Wetterbauer

Denn seine Wetterbeobachtungen sagen für die nächsten zwei Wochen Frühlingswetter voraus: "Von allem 'was. Es gibt nichts zu meckern", meint er.

Auf den Frühling folgt ein Gruß vom Winter

Aber sein Finger wandert in seinen Unterlagen weiter - auf Ende März. Da komme es dann richtig dicke: "Denkt nur nicht, dass das so bleibt. Auf Ende März habe ich in meinen Aufzeichnungen einen Kälteeinbruch mit Schnee, mit Kälte, mit Wind", sagt der Wetterbauer voraus.

Der Garten ruft

Für das kurze Winter-Intermezzo Ende des Monats werden wir laut Rolf-Eckhart Uebel aber entschädigt. Als kleine Vorausschau: Der April soll schön werden, ist sich der Wetterbauer sicher. Der März allerdings sei in diesem Jahr zweigeteilt: Frühling am Anfang und dann noch einmal Winter. Dem trotzt Rolf-Eckhart Uebel und winkt ab. Er nimmt das Wetter wie es kommt - vor allem als Gärtner.

Wer Gärtner ist, den treibt es hinaus. Egal wie es wird. Du möchtest in deinen Garten. Du freust dich über jedes Gänseblümchen.

Rolf-Eckhart Uebel | Wetterbauer

Nachlesen: Haben die vergangenen Prognosen gestimmt?

Quelle: MDR/mh/in

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 31.01.2021 | von 13:00 - 18:00 Uhr

1 Kommentar

part vor 20 Wochen

Früher konnte man sagen, wenn bestimmte Zeigerpflanzen ausschlagen, dann kommt kein Nachtfrost mehr, heute sind diese Thesen überfällig, wo eine Verlangsamung des Golfstroms bereits festgestellt wurde und uns in unseren Breiten und Höhen vollkommen andere Klimaverhältnisse drohen könnten. Eine Beobachtung der Natur lässt trotzdem Hinweise zu auf die Dauer des Winters, auch ganz ohne Murmeltiere und deren Schattenwirkung. Überdies sollte bedacht werden, wie verlässlich und dokumentiert Wetteraufzeichnungen überhaupt sind... Eine europaweite Bereitstellung von Sommerzeit wäre mir dagegen so was von vorteilhaft um die Sonne länger genießen zu dürfen.

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